Ganz früh am Samstagmorgen…

wenn nur die Fische im See lärmen…

Welche Zutaten benötigt es, um einen Tag euphorisch zu beginnen?

Einen Wecker, etwas Willensstärke, um den inneren Schweinehund zu besiegen, um fünf Uhr aufzustehen, warme Kleidung, einen Fotoapparat mit Stativ und ein Fahrrad.

Das Fahrrad ist ganz wichtig, auf die Kamera kann man notfalls verzichten, wenn man diese einzigartige Stimmung nur einfach so genießen, inhalieren, in der Erinnerung aufbewahren will.

Man breche dann möglichst noch im Dunkeln auf, steige auf das Fahrrad und radle (ordentlich beleuchtet natürlich) zum nächsten See. Dort baue man die Kamera, so man sie dabei hat, auf und harre der Dinge die da geschehen.

Kühl ist es, aber ganz ganz still – über diese Art der Stille gab es ja schon einmal einen Beitrag.

Am sternenklaren Himmel geben sich die Mondsichel und das jetzt in den Morgenstunden schon sichtbare Sternbild des Orion ein Stelldichein…

Und wenn man ganz ruhig ist, kann man sogar die Fische lärmen hören. Das leise Klatschen, wenn sie kurz an die Wasseroberfläche auftauchen und kleine kreisrunde Wellen hinterlassen.

Erst als es heller wird, kann man feststellen, dass man hier tatsächlich nicht der Einzige ist. Der Angler war aber auch kaum zu bemerken.

Das Farbenschauspiel der aufgehenden Sonne entschädigt ohne Weiteres für die bei den kühlen Temperaturen klamm gewordenen Gliedmaßen. Es ist aber auch immer wieder von Neuem schön, einen Tagesbeginn zu erleben. Weiße dünne Nebelschwaden treiben plötzlich in der sich erwärmenden Luft geisterhaft auf dem Wasser.

Hat man sich satt gesehen, steige man schließlich wieder auf sein Fahrrad und radle zum Bäcker. Nicht gleich zu dem nebenan. Nein – ein paar Kilometerchen durch den Wald, wenn das erste Sonnenlicht durch die Bäume schimmert, sorgen für eine noch schönere Stimmung.

Und dann erst der Duft der frischen Brötchen.

Nun sollte man jedoch achtsam sein. Denn auch Viele, die sich jetzt erst aus den Federn gequält haben, sind mit dem Auto die unter Umständen nur ein paar hundert Meter zum Bäcker unterwegs.

Klare Luft, Sonne, intensive Farben und das Gefühl, schon etwas Unvergessliches erlebt zu haben… Läßt sich ein Tag besser beginnen?

 

40 Kommentare zu „Ganz früh am Samstagmorgen…“

  1. Wunderschön! Ich bin kein Morgenmensch, aber deine Bilder und auch die Zeilen dazu erinnern mich daran, dass ich mir jedes Mal, wenn es mir gelingt, mich zu nachtschlafender Zeit aus den Federn zu quälen, um irgendwo in der Natur den Tag zu begrüßen, vornehme, dass öfter zu tun. 😉

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  2. Ein wunderschönes Erlebnis. Das frühe Aufstehen lohnt sich doch! Wenn man das Frühstück dann auch noch am See geniessen könnte …….. 🐟🥐🌅

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  3. Wunderbare Bilder – dankeschön!
    Ich bin kein Morgenmensch, aber kürzlich hatte ich auch an einem ruhigen Nachmittag Gelegenheit, das leise Plätschern der ‚fliegenden Fische‘ zu hören, und ich war zutiefst entzückt, mit einem kleinen inneren Jubilieren, die Fischlein im milden Licht auftauchen und wieder im Wasser verschwinden zu sehen. Warum machen sie das eigentlich – nur, um uns zu erfreuen?

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  4. Oftmals wird ein Blogbeitrag erst durch die Kombination aus Bild und Text gut. Bei diesem ist beides für sich schon lesens- und zeigenswert.
    „Einen Wecker, etwas Willensstärke, um den inneren Schweinehund zu besiegen, um fünf Uhr aufzustehen“ – bis dahin hab ich mich immer Nein sagen hören. Aber je mehr man weiterliest desto mehr verfestigt sich der Gedanke, gerne dabei gewesen zu sein.
    Klasse Beitrag, tolle Bilder!

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    1. Du hast Recht. Manchmal illustriert ein Text die Abbildungen noch zusätzlich – man sollte sich eigentlich viel häufiger der Mühe unterziehen, die Entstehung von Bildern und die eigenen Eindrücke dabei zu beschreiben.
      Vielen Dank fürs Lob 🙂

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  5. Das Klatschen der Fische ist tatsächlich eines der spannendsten Geräusche an einem stillen Gewässer. Es erinnert einen daran, dass „da unten“ einen ganze Menge los ist, was sich unserer Beobachtung entzieht, und macht die Bilder von der Morgenstille noch interessanter.

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