Abends am See (2)

Fledermäuse flattern umher, es werden immer mehr. Der Radelnde Uhu wird das Gefühl nicht los, als wäre er ein wesentlicher Bestandteil ihres Hindernisparcours, die Tiere sausen schwarz und gespenstisch heran und kurz vor seinem Kopf weichen sie aus.
Entfernt ist Feuerschein zu sehen, der sich im Wasser spiegelt – den Abend zelebrieren mit einem Feuer am dunklen See. Dort werden die Weinflaschen kreisen, vielleicht…
Und hier, wo der Radelnde Uhu steht, ist es mittlerweile ganz finster geworden. Die Milchstraße ist mit bloßem Auge zu erkennen.
Was wäre wenn…
Zugegeben, unbearbeitet würden die Aufnahmen nichts von der jetzigen Stimmung wiedergeben, schwarzer Wald, schwarzer See, schwarzer Himmel mit Sternenpünktchen. Nichtssagend…
Aber so – schon wird es etwas deutlicher, wie surreal diese bei Tageslicht so wohlbekannte Landschaft ist, ein stilles, menschenleeres Seeufer, schweigend, gläsern eingefrorener Wald und über allem ein endloser Sternenhimmel.
Traumzeit, Raumzeit, Traumlandschaft, „Quiet Earth“ und „Contact“… Begriffe, Eindrücke, die in der Außenwelt nach heutiger Ansicht nichts miteinander zu tun haben, vermischen sich, bilden ein Neues, Fremdes, Merkwürdiges…
Alles ist anders, nichts ist normal und nichts mehr wie es eben war…
Eigenartig.

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