Sonntagabend am See (1)

Das Wetter ist gar zu schön – ja, zugegeben, kalt ist es. Aber das ist ja schließlich kein Grund, es gibt ja warme Kleidung.
Und was gibt es Schöneres, als an einem fast wolkenlosen Herbstabend zur Goldenen Stunde an den allernächsten See zu stellen, etwas abseits, so dass man auch ungestört ein paar Fotos machen kann, und darauf zu warten, dass es dunkel wird.
Es geht dann immer schneller, als man denkt, kaum ist die Sonne verschwunden, wird die Landschaft blau, dunkelblau, schwarz…
Das Wasser ist ganz still und lässt wunderbare Spiegelungen zu, dann geht im Südosten der Mond auf. Fast Vollmond, was für ein Erlebnis. Ein sich im See spiegelnder Fast-Vollmond.
Die letzten Spaziergänger sitzen längst im warmen Wohnzimmer, schauen vermutlich schon in die Ferne, als der Radelnde Uhu in den Bildern dieser Momente schwelgend mit Stativ und Kamera bemüht ist, diese einzufangen – und ebenfalls in die Ferne schaut.
Und die ist noch etwas ferner als fern.

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