Statt einer Neujahrsansprache…

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Neujahrsansprache – das kann unser Bundespräsident viel besser und umfassender , es soll auch nicht um Wirtschaftsprognosen und mitmenschliches Verhalten gehen – oder vielleicht doch, indirekt, ein ganz klein wenig – vor allem aber ist es ganz einfach mal meine persönliche Meinung zu einem Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

Zunächst einmal aber wünsche ich Euch Allen ein gesundes schönes neues Jahr, in dem sich hoffentlich viele Wünsche und Vorhaben zum Allerbesten erfüllen werden.

Wie geht es nun mit diesem Blog weiter?

Keine Sorge, das Material geht mir nicht aus, denn draußen vor der Haustür in der Natur gibt es einen unerschöpflichen Fundus an kleinen und größeren Ereignissen, Schönheiten und Wundern.
Im TV lief in den letzten Wochen im Rahmen von Terra X eine Serie der BBC.
„Sieben Kontinente – ein Planet“ zeigte eine, zumindest durch mich bis dahin noch nie gesehene Qualität der Tierfilmerei. Faszinierend vor allem dabei war es, dass es in unendlicher Geduld gelungen war, selbst einzelne Tiere behutsam und einfühlsam zu beobachten und so die kleinen und großen Geschichten des Überlebens sicht- und nachvollziehbar zu gestalten. Ah ja – da draußen gibt es ja noch etwas Anderes außer uns Menschen.
Leider ist es wohl noch immer so, dass dieses Doku-Format von den Meisten unbeachtet bleibt. Aber gerade diese kleinen Geschichten um das Tier, den Pinguin, den Albatros, das Puma- oder Hyänenweibchen, welches mit List und Ausdauer viele gefährliche Situationen meistern muss, um ihren Nachkommen das Leben zu ermöglichen, sind einfühlsam und machen klar, dass Tiere (eigentlich) dieselben Probleme wie wir Menschen haben.
Am Ende der Serie dann das Making-of, die in Lebensgefahr geratenen Tierfilmer, die plötzlich von Elfenbein-Wilderern beschossen werden, die von vier schwer bewaffneten Leibwächtern beschützten weltweit letzten zwei Weibchen des nördlichen Breitmaulnashorns und schließlich in den Nachrichten der brennende Kontinent Australien…
Man könnte verzweifeln, wenn man diese Szenen sieht.
Viele lästern über Greta, manche scheinen sie wiederum als Messias zu vergöttern – die Figur, die da (sicher nicht von ihr selbst) aufgebaut wurde, diese Inszenierung, diese Welle an plötzlichem Aktionismus – sei es wie es sei – Greta ist auf jeden Fall DER Auslöser, dass endlich über ein wirklich wichtiges Thema geredet wird.
Endlich – Kanada, Kalifornien, Sibirien, jetzt brennt Australien – was braucht man mehr, um zu begreifen, dass die Zeit abläuft.
Was nützt uns nur eine gut funktionierende, wachsende (wo ist da die Grenze?) Wirtschaft und der ganze Luxus, wenn man am Ende nur noch damit beschäftigt ist, am Leben zu bleiben? Geld kann man nicht essen… *)
Es wird mit Sicherheit ins Leere gehen, wenn nur hysterisch aufgeschrien, die Politiker sich in wilden und widersprüchlichen Aktionen und Augenwischereien überbieten und nicht grundsätzliche Verhaltensweisen der Menschen überdacht und verändert werden.
Es hilft dabei Nullkommanix, alle, die diesem plötzlichen offiziellen Gesinnungswandel durchaus berechtigt abwartend oder skeptisch gegenüberstehen und dem Ganzen misstrauen, beschimpft und in eine ganz bestimmte Ecke gestellt werden.
Es geht uns alle an, also müssen wir auch alle dabei sein, im ganz Kleinen, an den eigenen Verhaltensweisen Schritt für Schritt etwas zu ändern und zu begreifen, dass wir mit unserer derzeitigen Ignoranz und Egozentrismus etwas Unwiderbringliches und auch für uns Lebensnotwendiges zerstören und uns damit irgendwann selbst abschaffen…
Auch wenn das wohl noch nicht unsere Generation sein wird – wenn ich jedoch an die Kinder und Enkel denke, die könnte es schon wesentlich schlimmer treffen als uns selbst…
Und das täte mir sehr sehr Leid. Denn das, was wir ihnen hinterlassen, kann und darf eigentlich auch niemandem egal sein.
Aufdringliches Missionieren hat noch nie etwas Positives bewirkt – denke ich – aber das Zeigen von Bildern der kleinen und großen natürlichen Schönheiten in unserer direkten Umwelt in diesem Blog kann vielleicht einen kleinen Beitrag dazu leisten, für dieses Thema zu sensibilisieren und zu vermitteln, was wir unbedingt schützen und bewahren müssen – in unserem eigenen Interesse.

Und wer weiß, vielleicht haben die Nördlichen Breitmaulnashörner und die vielen, vielen tausend anderen Arten, vom Aussterben bedroht sind, Glück – und die Milliarden für die Forschung werden nicht zu militärischen Zwecken, sondern dazu eingesetzt, sie auch mit Einsatz wissenschaftlicher Erkenntnisse zu retten.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen also ein gutes Jahr…

23 Antworten auf “Statt einer Neujahrsansprache…”

  1. Wahre Worte ! Und sicher muss man schon fast Berufsoptimist sein angesichts der Entwicklung …andererseits, wenn wir uns alle mal ein wenig anstrengen…(das Auto bleibt stehen, auf Plastik wird weitestgehend verzichtet, Urlaub in Deutschland gemacht etc) ..viele kleine Schritte schaffen letztendlich dann was Grosses…Wünsche dir ein gesundes und tolles neues Jahr mit vielen aufregenden Fotomotiven, Lieber Gruss von Radfahrer (allerdings so ein SUV, sprich Mountainbike 🙂 zu Radfahrer von Jürgen

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    1. Danke Jürgen, das wünsche ich Dir auch. 🙂
      Und Du hast Recht – die Politik tut (manchmal) das, was die Mehrheit der Menschen will. Wenn sich also das Verhalten von uns Einzelnen ein klein wenig im Sinne der Natur ändern würde, wäre demzufolge auch die Politik am Zug und müsste entsprechend reagieren. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben…
      PS: Freue mich auf Deine nächsten so wunderbar lakonisch-ironisch geschriebenen Beiträge.
      Liebe Grüße an den „SUV“-Radfahrer 😉

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    1. Danke, das wünsche ich Dir auch. Am Besten gefielen mir die „Geschichten“ zu einzelnen Tieren. Das macht auf diese einfühlsame Weise hoffentlich Vielen klar, was wir verlieren, wenn es weiter so geht.

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      1. Es hat schon begonnen, wir müssen ihm nur Raum geben und selbst umsetzen, was wir sonst von anderen verlangen. Wer, wenn wir nicht selbst es tun? Namaste, lieber radelnder Uhu!!!!

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