Sternenfototest

Das Angenehme an der „dunklen“ Jahreszeit ist, dass man schon am späten Nachmittag auf die Wiesen oder zur Lieblingseiche wandern kann und endlich einmal wieder nach Herzenslust dem Vergnügen frönen darf, in Stille und Finsternis den hoffentlich wolkenklaren Sternenhimmel aufs Foto zu bannen.
Es ist jedes Mal ein Fest, wenn die Umgebung allmählich zur Ruhe kommt und man die Sterne oben ganz langsam ihre Bahnen ziehen sehen kann. Der kleine „Weihnachtsbaum“ der Plejaden, die Sternbilder Fuhrmann, Großer Wagen, Orion kommt etwas später, die Kassiopeia mit der unmittelbar benachbarten Andromeda-Galaxie, Capella, Wega… Und der zunehmende Mond taucht die Landschaft in sein fahles Licht, so dass eine Ersatzbeleuchtung nicht nötig ist.
Vor dem neuen (sehr lichtstarkem) Objektiv klemmt der Weichzeichner, Cokin P830. Zweck der Übung, die Sternbilder, d.h. die helleren Sterne besser sichtbar zu machen.
Schon bei den ersten Bildern stellen sich gute Ergebnisse ein. Allerdings wirkt es manchmal doch ein wenig zu dick aufgetragen, die Capella sieht aus wie ein kleiner Mond. Auch die Landschaft wirkt durch den Weichzeichner manchmal recht diffus, ein sehenswerter Effekt ist nach subjektiver Meinung im Beispiel des Kassiopeia-Ws über dürrem Eichenast zu erkennen. Die Äste werden ausreichend scharf abgebildet, die Sterne werden nicht unmäßig vergrößert und sind zudem noch in Echtfarben, als weiß, gelb, rot, blau sichtbar. Leider ist die schwächere Filterversion, der P820, nicht mehr im Handel erhältlich.
Aber auch hier gilt wieder, allein das Draußensein unter diesem Sternenhimmel zählt. Dieses kleine Abenteuer vor der Haustür sorgt für Freude und Entspannung. So soll es sein.

12 Kommentare

  1. What a gorgeous series. Fabuloud post, R! Best, Rob. 🙏 📷

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    1. Thanks so much for your comment Rob 😊

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  2. chw sagt:

    Super-Fotos. Und man lernt ja nie aus – die Sternbilder per Weichzeichner deutlicher zu machen, davon hatte ich bisher noch nie gehört 🙂 Aber auch fantastisch, wie deutlich die Sterne auch nahe des zivilisationslichtverschmutzten Horizonts rüberkommen …

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    1. Danke Dir 😊 Das mit dem Weichzeichner hatte ich im Astrofotografiebuch von Katja Seidel gelesen. Da der P830 ein Steckfilter ist, kann man den auch so schieben, dass der Vordergrund scharf bleibt. Letztens mit Erfolg getestet. Kann ich empfehlen 😊

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  3. Kunst kommt eben von Können 😊

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    1. Und ausgiebigem Üben 😉

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  4. giskoesfotos sagt:

    Sehr ansehnlich 🙂 Das hat sich gelohnt!

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    1. Danke 😊 Solch ein Sternenhimmel ist jede Mühe wert.

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  5. ruhland99 sagt:

    Das letzte Bild wurde wohl von der privaten Raumkapsel aufgenommen, einfach toll ☺️🌎☺️

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    1. Ja, ich konnte denen quasi zuwinken 😉 Danke Dir

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