Wie mir Elon Musk…

die Illusion nahm, die heile Welt beginnt da oben bei den Sternen..

Schön ist es, hier im gaaaanz frühmorgendlichen Garten unter den Sternen zu stehen, jeder Winkel ist hier vertraut und wartet darauf, ein passendes Fotomotiv zu werden.
Ist es hier unten auf der Welt schwer auszuhalten, sucht man eben den Trost da oben, bei den Sternen. Dahin ist der Mensch noch nicht weit vorgedrungen, da ist noch alles, so wie es immer war.
Sterne, Planeten, der Mond, ab und zu (na gut) ein Satellit…
Noch ein Satellit, noch einer und noch einer… Das geht ja jetzt wie am laufenden Band, im Sekundentakt schweben plötzlich Ketten von Satelliten lautlos über den Himmel.
Es dauert nicht lange, bis man als fassungsloser Beobachter begreift, was sich da oben gerade abspielt.

Starlink ist das Stichwort – mit schönen Grüßen vom Elon…
Ein heftig umstrittenes Projekt, welches Elon gerade mit Unterstützung der NASA – die haben natürlich nicht alle Anderen gefragt, weil der Weltraum ist ja eh…
Dieser Mensch denkt in großen Dimensionen, über 40.000 dieser Dinger kreisen eines Tages über uns.
Nun ja – es mag sicher ein hehres (vielleicht auch nicht ganz uneigennütziges) Ziel sein, zuerst die USA und dann den Rest der Welt mit gutem Internet zu versorgen und wer hätte schon etwas gegen eine gute (zumindest 4G) Verbindung in jedem entlegenen Winkel der Erde. Und wenn man mit einem super Internet sicher auch die Lebensqualität von Milliarden verbessern, Leben retten kann, was auch immer, auch Blogger leben ja schließlich davon – stellt sich hier in diesem Moment zumindest mir die Frage – wo ist die Grenze von dem, was wir tun, um unsere Umwelt in unserem (vielleicht zu kurz gedachten) Interesse zu verändern.
Die Geschichte hat gezeigt, wissenschaftlich-technische Errungenschaften werden im Allgemeinen nicht nur zum Guten für die Menschheit verwendet, sondern auch zu anderen undurchsichtigen negativen Zwecken missbraucht.
Und im Augenblick zerstört das Geflacker da oben gerade die Fotos des frustrierten Hobbyfotografen – aber ja – das ist ein Luxusproblem, Jammern auf hohem Niveau, gibts keine richtigen Probleme? – schließlich gibt es Software, mit der man die Bilder manipulieren, „retten“ kann und die paar Astronomen, die eine beeinträchtigte Sicht ins All haben – na wenn schon, davon abgesehen, dass wir auch da oben alles zumüllen und zuschrotten, denn wer glaubt schon ehrlich daran, dass dieser Müll eines Tages nachhaltig entsorgt werden wird…
(Damit dieser – subjektive (es gibt schließlich ausreichend Pro und Contra) – Beitrag nicht als Diskussionsplattform (denn ich habe im Augenblick selbst noch keine ausgeprägte Meinung zu Starlink) benutzt wird, lasse ich heute mal die Kommentarfunktion ausgeschaltet – bitte habt dafür Verständnis)