Gläsern

Es ist ganz still, selbst die Vögel haben ihren Gesang eingestellt.
Gläsern wirkt die Luft, stickig feuchtheiß – kleine Schweißperlen bilden sich auf der Haut – nur vom Dastehen und Beobachten der Situtation.

Die Spannung, die unsichtbar über allem liegt, überträgt sich auf mich.

Gläsern, starr wirkt alles, nur das Brummen des vorbeifahrenden Autos unterbricht unangenehm diese drückende Atmosphäre.

Und am Himmel türmen sich die Wolken explosionsartig höher und immer höher, irgendwann ist da oben Schluss, dann entlädt sich dieser Druck.

Aber wann?

Kein Wind, die Wolken stehen und fahren nicht wie gewöhnlich dahin…

5 Kommentare zu „Gläsern“

    1. Danke Dir 🙂 Hesse hat in einer ganz frühen Erzählung „Der Zyklon“ diese spannungsgeladene schwüle Vor-Gewitter-Stimmung beschrieben, da bedurfte es keiner Bilder… Er konnte das wirklich 😉

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