Wellen

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Zeit haben wir, unsere Urlaubstage sind nicht davon bestimmt, das Eine oder Andere, jedes kulturelle oder landschaftliche Highlight „abarbeiten“ zu müssen.
Treiben lassen, langsam, die Augen und Sinne offen halten, für das, was zu sehen, zu hören und zu riechen ist. Das Rauschen der Wellen zum Beispiel.
Nimmt man sich die Zeit, Wellen zu beobachten, dann fällt heute auf, dass sich das Wasser zu langgezogenen Bergen bei diesen Windverhältnissen auftürmt. Sie wachsen, wachsen, dann ist plötzlich der kritische Punkt erreicht, an dem an einer Stelle die Welle bricht. Und wie eine Kette von fallenden Dominosteinen setzt sich das Brechen der Welle längs des ganzen Wellenberges fort, bis die Wasser auf den Strand prallen und scheinbar von der nächstfolgenden Welle zurück ins Meer aufgesogen werden.
Das menschliche Auge kann dem kaum folgen, aber die Kamera fängt es ein und je nach Belichtungszeit gelingt es, die Bewegung sichtbar zu machen, diese Linien, diese Farben des Wassers, dieses Auftürmen und Brechen.
Oder andere Betrachtungsweise, das Erfassen des 1000stel-Sekunden langen Moments, dieses Einfrieren der Woge zu einem Bild geschmolzenen Glases.

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