Vom Glück – Kleine Bäckerrunde

Nun bin ich einmal wach, es ist hell und eine blasse Endloswinter-Aprilsonne schiebt sich gerade schüchtern über den Horizont. Also kann ich nun ebenso gut auch einmal wieder aufs Rad steigen und zum überüberübernächsten Bäcker fahren, Rückweg durch Wald inklusive.

Müde bin ich, die Tour von gestern steckt mir noch in den Knochen, kalt ist es, die Wiesen sind teilweise reifbedeckt und dieser blöde eisige Windzug von Nord kann mir gefälligst auch gestohlen bleiben – nun ja – alles Training – oder?

Woher bei diesen Temperaturen auch immer der grüne Schimmer an den Bäumen kommt, das Licht ist fantastisch. Am See ist es noch menschenleer – und aus dem Rucksack duftet es verführerisch nach frischen Brötchen.

Das nenne ich (manchmal muss man eben doch den inneren Schweinehund überwinden) einen gelungenen Samstagmorgen.

Und dieser Moment gehört damit auch zum Thema Glück.

Das Leben ist schön.

Ein Hauch von Südsee

Kurz vor dem Durchzug der winzig kleinen Regenschauerfront gab die Sonne an diesem Tag noch einmal ihr Bestes und ließ den Badesee, an dem wir bei unserer Radtour kurz rasteten, in den schönsten Farben erstrahlen.

Über das Glück

Über das Glück wurde ja schon einmal hier „“philosphiert“.
Diese Momente wiederholen sich, oft unbemerkt und erst im Nachhinein als glückliche Augenblicke wahrgenommen.
So zum Beispiel an diesem sehr frühen und überaus nebligen April-Samstagmorgen, als der Radelnde uHu wieder einmal an einem seiner Lieblingsorte am See steht und sich abmüht, dieses wunderbar diffuse Licht in irgendeiner Form abzulichten.
Schemenhaft tauchen dabei aus dem Grau zwei Haubentaucher auf. Da sich der uHu seeehr still verhält und in seiner dunklen Kleidung am Seeufer kaum auffällt, lassen sich die beiden Vögel von ihm nicht irritieren oder stören. Ein balzendes Paar ist es, an den Bewegungen der langen Hälse lässt sich erkennen, was gleich geschehen wird.
Und tatsächlich, nachdem Beide wie U-Boote aufeinander zugeschwommen sind, richten sie sich im Moment des Erreichens hoch auf und lehnen sich aneinander.
Detail-Fotos? Fehlanzeige…
Die 70 mm sind einfach zu kurz, das lange „Rohr“ schlummert zu Hause in der Kiste.
Aber ehrlich gesagt, in diesem, nach zwei langen Jahren endlich wieder elebten Augenblick denkt der uHu gar nicht ans Fotografieren. Völlig egal, das kann man nicht fotografieren. Das muss man einfach nur sehen und verinnerlichen.
Nach diesem kleinen Wunder ist alles wieder ein bisschen anders, ein wenig schöner.
Diese Welt funktioniert immer noch nach demselben Prinzip, wie sie es schon seit Jahrtausenden tut und das beruhigt doch ein wenig.
Noch lange ist das krächzende Kräck kräck zu vernehmen, auch wenn die Vögel kaum zu erkennen sind.
Balzende Haubentaucher im Nebel – Glück gehabt.

Glück…

Vorfrühling – so…

frühmorgens an einem der Lieblingsplätze am noch zugefrorenen See, der im ersten Licht von innen her zu leuchten scheint.