Du liebes Grün

Hermann Hesse hat von der Kunst des Müßiggangs geschrieben.

Müßiggang – scheinbar – nichts tun, einfach nur die Seele ihre eigenen Wege gehen lassen und dabei eine innere Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Balance zu finden. Das ist zeitlos, in ferner Vergangenheit, gestern, heute, in der Zukunft, völlig unabhängig von den Zeitumständen. Es benötigt wohl jeder Mensch auch wirkliche Momente der Ruhe, um aus dem Kreislauf von Hektik, übertriebenem Aktionismus, Getriebenheit, Monotonie, manchmal ergebnislosen Selbstbetrachtungen und dem Ziehen u.U. falscher Schlüsse und vielem Unangenehmen mehr auszusteigen und sei es nur für Augenblicke.

Einfach – scheinbar – nichts tun, (zum Beispiel) das Spiel von Licht und Schatten im warmen Grün zu betrachten, diese kleinen Momente zu erhaschen, in denen die Natur ihren Einklang findet und diesen Einklang in sich aufzunehmen – das gehört auch zum Glück und macht die Summe des Lebens aus.