Aus der Welt und aus der Zeit

Unmerklich haben sich die flachen Nebelfelder verdichtet, diffus wabert weißlich-grauer Dunst über die Wiesen und umhüllt die Bäume und Sträucher.
Obwohl die Autobahn nur wenige hundert Meter entfernt und das Verkehrsrauschen unüberhörbar ist, heben sich im Nebel alle Fix- und Anhaltspunkte an das gewohnte System auf.
Die Geräusche ringsumher sind nicht mehr zuordenbar, verlieren jeglichen Einfluss, die Zeit scheint still zu stehen. Übrig geblieben sind die melancholisch schweren Herbstfarben und der Nebel.
Feste Konturen verschwimmen, verändern sich, bekommen eine neue Bedeutung, die im nächsten Moment auch schon wieder unbedeutsam geworden ist.
Aus der Welt gefallen, irgendwo im Nirgendwo, schwebend, selbst der Boden unter den Füßen verliert jegliche Struktur, bis der Fotograf feststellt, dass die Ursache mangelndes Licht ist.
Es ist dunkel geworden. Man hat es nicht gemerkt.
Seltsam – man ist ganz aus der Welt gefallen.
Es ist eine gewisse Überwindung nötig, zurück zu kehren, die Sinne zusammen zu nehmen und die rationale Entscheidung zu treffen, den Rückweg nicht auf der Straße, wo man als Radfahrer nunmehr extrem gefährdet wäre, sondern auf stillen Waldwegen anzutreten.

Im nächsten Ort leuchten die Lampen, sind viele Leute noch mit Einkäufen beschäftigt und der erste Auofahrer hat Einem bereits wieder die Vorfahrt genommen.
Alles wie immer – willkommen zurück.

Wanderung bei Jetrichovice

Rund um Dittersbach / Jetrichovice erstreckt sich eine idyllisch-dramatische Felslandschaft. Auf einer kleinen Wanderung ist es dabei möglich, einige der ausgeprägten, exponierten Gipfel wie den Marienfelsen, die Wilhelminenwand oder den Rudolfstein auf sicheren Wegen zu erreichen.

Kleine Wunder

Mit diesen Bildern möchte ich die „Kleine-Wunder“-Reihe abschließen. Ich hoffe, es hat Euch gefallen und selbst vielleicht ein wenig angeregt, mal am ganz frühen Morgen oben auf einem Berg den beginnenden Tag zu feiern. 😉