Wie schön ist das denn?

Seit Jahren kennen wir uns, begegnen uns früh am Morgen, er fährt von der Stadt hinaus aufs Dorf, ich vom Dorf in die Stadt, des Nachmittags anders herum, mal mit mal ohne Maske, je nach Temperatur…
Ein freundliches Grinsen und Grüßen, ein Stück Normalität im Alltag.
Dann kam Corona, doch auch da mussten wir lange nicht auf dieses Stück Normalität verzichten, bis er dann wochenlang wegblieb…
Am Anfang nahm man das so gar nicht bewusst zu Kenntnis, doch mit der Zeit, begann man, sich Gedanken zu machen.
War mein Gegenüber krank, umgezogen, gab es nun für ihn einen anderen Arbeitsweg? Man grübelt dann doch so vor sich hin.

Bis er in diesen Tagen im Dunkel des frühen Morgens – irgendwie erkennt man sich sogar schon am Licht und der Einstellung des Fahrradscheinwerfers – plötzlich wieder entgegen kam.
Ein freundliches „Guten Morgen“, ein Handheben als Gruß.. Rückkehr in die Normalität.

Und dann, am Freitagnachmittag schallte unverhofft ein zufriedenes „Schönes Wochenende“ entgegen.
Ja, vielen Dank – das kommt von Herzen – schönes Wochenende, es wird wieder – wie schön ist das denn.

Und vielleicht findet sich mal ein Tag, an dem genug Zeit zum Anhalten und für eine Unterhaltung bleibt und man sogar mal über ne gemeinsame Radrunde redet…

Mein See…

Wie leergefegt sind die Wege an den Süd-Seen.

Soeben ist an diesem sehr windigen Nachmitttag ein heftiger Regenschauer niedergegangen, ein wunderbarer Regenbogen in Neonfarben spannt sich über dem gegenüberliegenden Ufer, von allem unbeeindruckt grasen die mächtigen Bisons in ihrem weitläufigen Gehege und der Radler hat den See nun ganz für sich.
Nass wars, keine Frage, kalt ist es auch, unter den düsteren Wolken im Wind zumindest – doch dann bricht die Sonne durch, blauer Himmel, eine große Lücke, in den nächsten ein, zwei Stunden wird es trocken bleiben – und es wird angenehm mild.

Eine kleine Euphorie macht sich breit, kein Mensch ist zu sehen – mein See…

Solche Trainingsrunden lob‘ ich mir.

Der Freilauf schnurrt, der stürmische Wind schiebt nun angenehm und lässt ganz entspannt eine 3 als erste Ziffer auf der Geschwindigkeitsanzeige des Fahrradcomputers zu. Das hat man sich nach den heftigen Gegenwind-Kilometer auch verdient…

Waterworld (1)

…ist der Titel eines 1995 gedrehten Science-Fiction-Films mit Kevin Costner.
Ehrlich gesagt habe ich diesen Film noch nie im Ganzen gesehen, aber es gibt manches Bild, welches Assoziationen dazu weckt.
In der nächsten kleinen Serie sind es Traumwelt-Bilder von unserer Dänemark-Radtour 2019, die an einem windstillen Abend am Kattegat entstanden.

Ein Deja Vu

Ein Deja Vu, das gab es doch schon mal, vor 10 oder 15 Jahren…
Und nun wieder.
Auf 50 oder 60 Tageskilometer rollt es schon recht gut…
Erfahrungsgemäß, ja das war zu erwarten, hat man im Augenblick dabei (noch) nicht die Zeit und Geduld, Fotos zu machen – man will erst einmal wieder rollen…
Und das möglichst entspannt.

Nun beginnt die Suche nach dem in den letzten Jahren verloren gegangenen Selbstbewusstsein, auch längere Strecken fahren zu können, den Radius zu erweitern – das Mal-Sehen-Wo-Schluss-Ist-Gefühl wieder zu bekommen. Ohne Stress und Zeitdruck die Hundert oder auch sogar mal Zweihundert fahren, dann abends müde und zufrieden noch einen Blick auf den Fahrradcomputer zu tun und sich an dieser Zahl erfreuen – ja, das macht Spaß – kaum zu glauben 😉
Es wird dauern, lange dauern, vielleicht wird es, vielleicht auch nicht – langsames, geduldiges Herantasten ist gefragt.
Körper und Kopf behutsam daran gewöhnen. Das Entscheidende spielt sich dabei im Kopf ab – Kopfsache.
Kilometer für Kilometer für etwas Grundlagenausdauer abspulen, nicht schnell, egal ob es kalt, nass, stürmisch, trocken oder warm ist, ganz früh aufstehen, zum (überüberüberüber-) nächsten Bäcker zu fahren, weil das ein paar Kilometerchen bringt und wunderschön ist, durch den morgendlichen Wald zu radeln – einfach nur geduldig und kontinuierlich kurbeln, den Flow wiederfinden…
Den inneren Schweinehund überwinden, den Punkt zu erreichen, an dem man ein schlechtes Gewissen hat, wenn man die tägliche Einheit einmal ausließ.
So kann es wieder gelingen.

Wichtig dabei bleibt immer, zu lernen, beim hoffentlich entspannten Dahinrollen auch die Augen für die Landschaften und deren Geschichten und Geschichtchen, die man durchquert, offen halten zu können.

Schneebäume

Ich gebe es ja zu…
Den ganzen Winter lang habe ich Euch mit Bildern von charaktervollen schneebedeckten Bäumen und Baumruinen traktiert. Laaaangweilig…
Aber eigentlich auch nicht – ich zumindest finde diese Formen, Farben und Strukturen so faszinierend und vielfältig, dass ich es leider nicht lassen konnte. Tut mir auch (ein bisschen wenigstens) Leid 😉

Da der Winter aber nun (hoffentlich) vorbei ist, habe ich jetzt ganz einfach eine Seite anlegt, die permanent hier unter dem Radelnden Uhu zu finden sein wird. Ihr findet sie direkt über diesen Link, über den Klick aufs Bild oder übers Menü Portfolio – Natur – Schneebäume.

Ich hoffe, Ihr habt Eure Freude daran…