Maimorgen

endlich klarer Himmel am Morgen. Es ist früh (sehr früh), doch diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen, um das Wunder eines anbrechenden Tages endlich einmal wieder zu erleben. Nach tagelangem Regen steht das Wasser in den Wiesen, nach drei Dürrejahren ein schöner Anblick. Die Schuhe sind sofort durch, na macht nix – das muss man heute genießen.

Die Freude am Licht

und wieder nutzt man jeden Sonnenstrahl, um, auf der grünenden Wiese hin und her kriechend, die verborgenen Schönheiten zu entdecken

Fließen

Trotz der Kälte und des grauen Tages falle ich plötzlich in diesen Zustand, den ich schon seit Jahren beim Radeln nicht mehr erlebt habe.
Der Fachbegriff lautet Flow – wobei ich aber manches Mal so meine Probleme mit Anglizismen habe, wenn es in unserer Muttersprache eine Entsprechung gibt und diese nur aus einer Art Faulheit heraus, den richtigen Begriff in der eigenen Sprache zu finden oder um kuhl zu wirken -> wieder so ein Anglizismus 😉 verwendet wird.
Flow – grau ist es, wenig windig ist es, kalt ist es…
Die Piste verläuft leicht abfallend oder ansteigend, geradeaus oder etwas kurvig, der motorisierte Verkehr hält sich in Grenzen und kann ausgeblendet werden – völlig nebensächlich, egal.
Und so geschieht es, dass der Radelnde Uhu beim gleichförmigen entspannten Kurbeln – noch liegen 50 Kilometerchen vor ihm, also nicht überziehen und unnötig Kraft verschwenden – in eine Art Meditation versinkt.
Schön ist das, nichts lenkt ab, nichts strengt an, der Fahrtwind rauscht leise und einförmig an den Ohren vorbei, es rollt, die Füße bewegen sich im gleichmäßigen Ablauf auf den Pedalen.
Und hier folgt die diesem Moment entsprechende deutsche Version des Begriffes Flow – Fließen…
Ganz einfach, ein Fließen ist das, was man gerade hier auf dem Rad erlebt.
Ein wunderbarer Zustand …
Bebildern lässt sich das wohl am Ehesten mit diesem Foto.
Und so ist die erste 100 km-Feierabendrunde bald völlig entspannt absolviert und die Vorfreude groß, diesen Zustand demnächst wieder erleben zu dürfen.

Frühlingsabend

Die halbe Stunde Warten hat sich gelohnt, die Wolken sind abgezogen und nun wirft noch einmal die Abendsonne ihr (nun perfektes) Licht über die Landschaft.