Sommer 21 – Schmetterlinge

Schmetterlinge abbilden – dieses zitternde Leben, das Verletzliche, Zarte, Feine einzufangen – ist ehrlich gesagt, nicht einfach, wenn man noch keinen richtigen Plan hat.
Nun gut, man kann zum Beispiel geduldig warten und draufhalten und hoffen, dass eins der Fotos gelingt und ausreichend scharf ist. Aber dann stört das Chaos der Halme im Hintergrund, viel zu unruhig das Ganze, das langweilige Licht, welches das Motiv gar nicht so recht in Erscheinung setzt…
Ne, das isses nicht.
Und bei den Wolken wird das auch nichts mehr.
Aber dann kommt die Sonne heraus, noch einmal macht sich der uHu (dieses Mal mit dem Rad) auf den Weg zum distelbewachsenen Feldsaum.
Der nächste Versuch – das geduldige Warten bleibt nicht erspart, das Beobachten des durch die Luft gaukelnden Objekts der Begierde – hoffffffentlich setzt er sich auf diese Blüte oder an den langen Grashalm – nein? – nein – schaaaaade, Warten… Warten.
Da ist er wieder, endlich – er zeigt offenbar Erbarmen mit dem lauernden uHu, dem allmählich Knie und Kreuz weh tun.
Die Kamera hat zum Glück ein schwenkbares Display, das ermöglicht einen guten Sichtwinkel aus Bodennähe, ein „Hindernis“ vor dem Motiv, ein gewollter leichter Schleier, die Blüte oder der Halm, der (geduldige) Schmetterling, die Sonne, deren Licht die Flügel so wunderbar transparent machen…

Klick.

Schon besser…
Das wird dem Anspruch in etwa gerecht.