Erscheinung(en)

Und dann verfehlt auf dem Rückweg auch auf unsereinen die im Nebel wie eine Erscheinung auftauchende Kirche ihre Wirkung nicht.

Mystisch

Man könnte jetzt chronologisch über den Ablauf dieses Fotoausflugs schreiben,
der uHu ging in die Wiesen, der Nebel verdichtete sich, er machte seine Aufnahmen und ging zurück…

Oder – man könnte auch etwas weiter ausholen und den Versuch unternehmen, das subjektive Empfinden dieser besonderen kleinen Tour nicht nur in Bilder sondern auch in Worte zu fassen.
Also so z.B.

Kinderstimmen… Kinderstimmen? Wo kommen die hier, abseits der Siedlung im immer dichter werdenden Nebel her?
Ein Knacken im nahen Schilf, ein Tier…
Kinderstimmen hier in der immer undurchdringlicheren Finsternis?
Man muss nicht gerade ein Angsthase sein, um jetzt ein merkwürdig leicht angespanntes Gefühl zu spüren.
Ach – Unsinn – Kinderstimmen – drüben, dort wo die Lampen im Dorf leuchten, da werden die Eltern sich und ihren Kindern nach dem langen Corona-Lockdown-Tag wenigstens auf kurze Zeit mal ein wenig Auslauf im Freien gönnen, der Nebel verwischt alles, Licht, Geräusche, Entfernungen…
Dunkel stehen die Silhouetten der Baumgruppen, der Restschnee, der nicht nur langsam unbemerkt verdunstet, sondern verdampft und diese Waschküche entstehen lässt, glänzt fahl auf den Wiesen. Morgen wird er verschwunden sein.
Nass und schwer ist die Luft, drückt hernieder, doch die eigene Stimmung ist eher entspannt und locker – jetzt nachdem das Rätsel der Kinderstimmen solch eine natürliche Erklärung fand – froh, dass sich ein trister Arbeitstag so eindrucksvoll schön wieder einmal in den Nebelwiesen beenden lässt.
Fotografieren ist doch ein wunderbares Hobby, um diese Momente aufzuspüren, einzufangen, zu bewahren und weiter zu geben.

Noch diffuser

ich hoffe, Eure Wochenendpläne sind da etwas klarer 😉 Lt. Prognose soll sich die Sonne mal wieder zeigen.

In diesem Sinne: schönes Wochenende

PS: wenn man genau hinschaut, kann man Waldstrukturen in den Nebelschwaden erkennen