Einfach nur mal draufhalten und knipsen

um diese ungemeine herbstliche Farbenpracht danach noch einmal genussvoll auf dem Foto nachvollziehen zu können.

Es ist zu schön.

Wenn das Abwarten in der Kälte…

mit solch einem Tagesbeginn belohnt wird – die aufgehende Sonne den Reif der Wiesen unverzüglich in Nebel auflöst und sich die gewohnte Landschaft märchenhaft verwandelt, was kann dann am restlichen Tag noch schief gehen???

Aus der Welt und aus der Zeit

Unmerklich haben sich die flachen Nebelfelder verdichtet, diffus wabert weißlich-grauer Dunst über die Wiesen und umhüllt die Bäume und Sträucher.
Obwohl die Autobahn nur wenige hundert Meter entfernt und das Verkehrsrauschen unüberhörbar ist, heben sich im Nebel alle Fix- und Anhaltspunkte an das gewohnte System auf.
Die Geräusche ringsumher sind nicht mehr zuordenbar, verlieren jeglichen Einfluss, die Zeit scheint still zu stehen. Übrig geblieben sind die melancholisch schweren Herbstfarben und der Nebel.
Feste Konturen verschwimmen, verändern sich, bekommen eine neue Bedeutung, die im nächsten Moment auch schon wieder unbedeutsam geworden ist.
Aus der Welt gefallen, irgendwo im Nirgendwo, schwebend, selbst der Boden unter den Füßen verliert jegliche Struktur, bis der Fotograf feststellt, dass die Ursache mangelndes Licht ist.
Es ist dunkel geworden. Man hat es nicht gemerkt.
Seltsam – man ist ganz aus der Welt gefallen.
Es ist eine gewisse Überwindung nötig, zurück zu kehren, die Sinne zusammen zu nehmen und die rationale Entscheidung zu treffen, den Rückweg nicht auf der Straße, wo man als Radfahrer nunmehr extrem gefährdet wäre, sondern auf stillen Waldwegen anzutreten.

Im nächsten Ort leuchten die Lampen, sind viele Leute noch mit Einkäufen beschäftigt und der erste Auofahrer hat Einem bereits wieder die Vorfahrt genommen.
Alles wie immer – willkommen zurück.