Mystisch

Man könnte jetzt chronologisch über den Ablauf dieses Fotoausflugs schreiben,
der uHu ging in die Wiesen, der Nebel verdichtete sich, er machte seine Aufnahmen und ging zurück…

Oder – man könnte auch etwas weiter ausholen und den Versuch unternehmen, das subjektive Empfinden dieser besonderen kleinen Tour nicht nur in Bilder sondern auch in Worte zu fassen.
Also so z.B.

Kinderstimmen… Kinderstimmen? Wo kommen die hier, abseits der Siedlung im immer dichter werdenden Nebel her?
Ein Knacken im nahen Schilf, ein Tier…
Kinderstimmen hier in der immer undurchdringlicheren Finsternis?
Man muss nicht gerade ein Angsthase sein, um jetzt ein merkwürdig leicht angespanntes Gefühl zu spüren.
Ach – Unsinn – Kinderstimmen – drüben, dort wo die Lampen im Dorf leuchten, da werden die Eltern sich und ihren Kindern nach dem langen Corona-Lockdown-Tag wenigstens auf kurze Zeit mal ein wenig Auslauf im Freien gönnen, der Nebel verwischt alles, Licht, Geräusche, Entfernungen…
Dunkel stehen die Silhouetten der Baumgruppen, der Restschnee, der nicht nur langsam unbemerkt verdunstet, sondern verdampft und diese Waschküche entstehen lässt, glänzt fahl auf den Wiesen. Morgen wird er verschwunden sein.
Nass und schwer ist die Luft, drückt hernieder, doch die eigene Stimmung ist eher entspannt und locker – jetzt nachdem das Rätsel der Kinderstimmen solch eine natürliche Erklärung fand – froh, dass sich ein trister Arbeitstag so eindrucksvoll schön wieder einmal in den Nebelwiesen beenden lässt.
Fotografieren ist doch ein wunderbares Hobby, um diese Momente aufzuspüren, einzufangen, zu bewahren und weiter zu geben.

mehr als nur ein Winterchen

An sich ist der Morgen trüb und grau. Aber der auf den dunklen Ästen liegende Schnee schafft eigenartige filigrane Strukturen in diesem Dämmerlicht. Im Dickicht schrillt der Fasan, ansonsten herrscht tiefe Sonntagmorgenstille…

Blaue Wintermorgenstunde

Es gibt ihn noch, den Schnee… Und man soll es kaum glauben – er bleibt liegen, Anlass genug also, den frühen Sonntagmorgen draußen in den Wiesen zu verbringen.

Wiedererkennen

In einer Ausgabe des Magazins „Forum Naturfotografie“ wurde Guy Tal aus dem Südwesten der USA interviewt, dessen wundersame Bilder der auf den ersten Blick menschen- und lebensfeindlichen Umgebung des Colorado Plateaus auf den zweiten Blick eine sehr filigrane, farbenfrohe Landschaft und Vegetation, aus denen man die tiefe Beziehung des Fotografen zu seiner Heimat spüren kann, offenbaren. Und diese Bilder wirken dadurch ungemein ansprechend und berührend.

Beim Gang durch den dünnen Winterschnee im Pastelllicht der letzten Tage im Jahr zeigen sich ähnliche feine Farben und Strukturen – wenn man genau hinschaut.

Ein Wiedererkennen, ein Deja Vu – in der vertrauten Landschaft der nächsten Umgebung. Vertraute Landschaft…

Schön…

Winterchen

Und, man glaubt es kaum, es ist sogar noch so kalt, dass sich Eis bilden kann und unser Flüsschen im winterlich-güldenen Festgewand glänzt.

Abgesehen davon, dass unsere Sträßchen spiegelglatt sind.