Verwandlung einer Landschaft

Schnee geht, Schnee kommt, und an einem Abend kommt er richtig und zeigt am nächsten Morgen eine verwandelte Landschaft. Er deckt alles Unwesentliche zu und präsentiert meine Lieblings-Charakter-Bäume in fast graphischer Weise.

Noch nie erlebt…

Der völlig ahnungslose uHu radelt aus dem Dorf heraus, die Bedingungen sind wieder ideal, Dauerregen gestern, klare Nacht und nun 6°C. Und so steht nun auch der erwartete Nebel über den Wiesen und die aufgehende Sonne liefert die schönsten Lichteffekte.

Aber nicht das nimmt die Aufmerksamkeit in Anspruch, sondern diese eigenartigen weißen Flecke da drüben.

Silberreiher? Nein, Störche…

Aber so viele auf einen Haufen, noch nie gesehn, nie erlebt. Liegt es am Wasser, welches infolge des gestrigen Regens in den Wiesen steht, das Kleingetier heraus getrieben hat – und somit die Störche einen reich gedeckten Frühstückstisch vorfinden?
Ein Blick ins Internet bringt Aufklärung, die Störche sammeln sich Ende August, um in größeren Gruppen den Rückflug nach Süden anzutreten.

Dass sie dabei ausgerechnet auch hier bei uns Rast machten, ist umso faszinierender.

Beim Erlkönig

Die Ahnung war berechtigt.
Am Tag zuvor hatte es geregnet, über Nacht waren die dichten Wolken aufgerissen und jetzt am Morgen war es bei leichtem Pastellwolkenhimmel und tief stehender Sonne recht kühl. Beste Bedingungen…
Also ist es angeraten, auf dem Arbeitsweg heute auch die Kamera mit zu schleppen. Es könnte ja…

Als der Radelnde uHu schließlich das Dorf verlässt, und durch die Wiesen fährt, ist er nun angesichts der weißlichen Schleier kaum noch zu bremsen…

Ein älterer Herr kommt vorbei – lächelt freundlich und meint, das wäre ja wie beim Erlkönig. Dem kann der uHu nur zustimmen.

Bergkirche Beucha

Schon im 13. Jahrhundert entstanden, ist die auf einer Anhöhe gelegene Bergkirche Beucha ein echter Hingucker in unserer Umgebung. Wegen des seit dem 15. Jh. hier stattfindenden Abbaus des Granitporphyrs ist der Kirchberg heute von drei Seiten von einem Steinbruchsee umschlossen.

Nach mehrmaliger Zerstörung (1429 durch die Hussiten, Mitte des 19. Jh. gerade vor dem Abriss wg. des umliegenden Steinbruchs bewahrt, 1945 nach einem Bombenangriff nur notdürftig repariert und bis 1989 wegen Baufälligkeit gesperrt) erfolgte 1997 nach umfangreicher Sanierung die Wiedereinweihung.

Vom Glück

Eigentlich war (wie seit Wochen schon sehr häufig) auch heute wieder Kälte und Regen angesagt. Trotzdem konnte sich der Radelnde uHu zu einer kleinen Wanderung durchringen, das Wetter blieb bessser als befürchtet und so ergab sich am sonst von vielen Menschen besuchten See unvermutet eine ganz besondere Stimmung.

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