Radtour durch die Dahlener Heide

Sei klug und stell Dich dumm…

So ähnlich muss es bei den Schildbürgern gewesen sein.

Nach einer schönen, wunderbar vom Westwind unterstützten Fahrt auf bislang uns unbekannten neuen Radwegen von Wurzen nach Hohburg, die einige Hügel elegant umgingen, nur um dann doch noch die vermissten Anstiege am Kleinen Berg wieder herein zu holen und weiter über die Höhe nach Thammenhain und nach schönem Blick in die nördlichen Ebenen hinüber zu den Wäldern der Dübener Heide, stehen wir hier in Schildau, früher Schilda, der Stadt der Schildbürger.

Und die hatten es wirklich drauf. Auf der Tafel am sehenswerten Brunnen, der von einem regionalen Künstler entworfen wurde, erfahren wir, dass die Schildbürger ursprünglich wegen ihrer überragenden Klugheit von den Herrschenden permanent um Rat gefragt wurden, bis… Ja – bis ihnen das irgendwann – auf gut deutsch gesagt – auf den Keks ging, weil keine Zeit mehr für die heimische Wirtschaft übrig blieb.
Die zündende Idee – einfach dumm stellen, mit irrwitzigen Taten beweisen, dass man nicht alle Latten am Zaun hätte.
Offensichtlich half das, man wurde fortan nicht mehr gefragt. Mit dem kleinen (verschmerzenswerten) Nachteil, dass nun die ganze Welt über Einen lachte – aber man hatte wenigstens seine Ruhe.

Ja, und noch jemanden gibt es, dem Schildau eine gewisse Bekanntheit verdankt. Ernst schaut er auf uns herab von seinem Sockel, der berühmte Sohn der Stadt, vor allem bekannt aus den Kriegen gegen Napoleon – August Neidhardt von Gneisenau.

Nun aber rollt es entspannt in die Wälder der Dahlener Heide, einem ausgedehnten hügeligen Waldgebiet. Schön ist es hier, hügelig ist es hier, so hügelig, dass wir dann doch recht froh über die Mittagsrast an der „Waldschänke“ inmitten der Wälder sind. Dank der Wiedereröffnung der Gastronomie bekommen wir im Biergarten am Teich ein gutes Essen, so dass wir dann gestärkt die nächsten Hügel unter die Räder nehmen können.

Am südlichen Waldrand reicht der Blick weit über das Umland bis nach Oschatz und zum Collmberg. Allerdings machen uns das Geländeprofil und der nun nicht sehr angenehme Gegenwind die Weiterfahrt nicht ganz einfach. Aber in moderaten nicht zu großen Gängen kann man sich einigermaßen darauf einstellen, so dass wir am späteren Nachmittag nach fast 70 km den Markt in Wurzens Altstadt wieder erreichen, wo es zur (Zwischen)-Belohnung ein großes Eis gibt.

Da sind die letzten 17 Kmchen bis nach Hause nur noch ein Klacks.

Und wo fahren wir das nächste Mal hin?

vom Reiz „schlechten“ Wetters

Nach dem Schneeregen auf unserer kleinen Wanderung zum Brand in der Sächsischen Schweiz riss das dichte Grau endlich auf…

Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte,…

…brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen. (Lewis W. Hine)

Manchmal ist es also besser, man hat sie dabei.

-> im Hintergrund der Wachberg (links) und der Weifberg (mit Turm)

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Silvester (4)

noch ist (fast) Ruhe in dieser Nacht, Zeit genug, das diffuse Mondlicht zu genießen…

 

Silvestertag (3)

„Guter Mond, Du gehst so stille“ – nach dem Farbenfeuerwerk des Sonnenuntergangs wird es dann richtig still.

 

Silvestertag (2)

Da am Nachmittag eines Silvestertages noch nicht unbedingt mit menschengemachtem Feuerwerk zu rechnen ist, sorgte die Natur mit einem entsprechenden Lichterspektakel für Aufregung und Begeisterung beim Fotografen. Und (ehrlich gesagt) in diesem Fall verzichtet man doch gern auf das menschengemachte Feuerwerk…

 

bei Rathen – Bastei

Ich wünsche Euch allen an dieser Stelle ein gesundes und schönes neues Jahr 2018.

Keine Frage, die Bastei bietet einfach einen spektakulären Blick auf das tief unten liegende Elbtal und die Berge im Süden. Nicht umsonst trifft man also auch hier auf Massentourismus, Restaurants, Hotel, Imbiss- und Schnickschnack-Buden krönen den „Gipfel“, über den sich in dichtem Strom die Menschen vieler Nationalitäten wälzen.
Aber dieser Blick…
Wie bereits bekannt, wurde der vordere, durch eine Kluft vom Massiv getrennte Aussichtsfelsen wegen Instabilität gesperrt. Ob die Lösungsvariante, auch die letzten Meter wieder begehbar zu machen, allerdings wirklich umgesetzt werden sollte?

Und vielleicht gibt es dann auch bald solch einen gläsernen Erlebnispfad entlang der Fels-Abbrüche, auf dem sich die Touristen ihren Kick holen könnten.