Noch nie erlebt…

Der völlig ahnungslose uHu radelt aus dem Dorf heraus, die Bedingungen sind wieder ideal, Dauerregen gestern, klare Nacht und nun 6°C. Und so steht nun auch der erwartete Nebel über den Wiesen und die aufgehende Sonne liefert die schönsten Lichteffekte.

Aber nicht das nimmt die Aufmerksamkeit in Anspruch, sondern diese eigenartigen weißen Flecke da drüben.

Silberreiher? Nein, Störche…

Aber so viele auf einen Haufen, noch nie gesehn, nie erlebt. Liegt es am Wasser, welches infolge des gestrigen Regens in den Wiesen steht, das Kleingetier heraus getrieben hat – und somit die Störche einen reich gedeckten Frühstückstisch vorfinden?
Ein Blick ins Internet bringt Aufklärung, die Störche sammeln sich Ende August, um in größeren Gruppen den Rückflug nach Süden anzutreten.

Dass sie dabei ausgerechnet auch hier bei uns Rast machten, ist umso faszinierender.

Die Sache mit dem Meisenring

Tagtäglich zog es den Kürzeren gegenüber der Spatzenbande oder der Meisentruppe, welche das Revier um die kleine Birke mit den fetten Knödeln regierten.

Saß nur da, sah zu, ließ sich viel zu schnell wieder vertreiben und wenn schon einmal ein Knödel frei war, pickerte es lustlos darauf herum. Dabei müsste es sich ja, schließlich war es (höchstwahrscheinlich) im Blumentopf in unserem Schuppen aus dem Ei geschlüpft, in der Gegend auskennen..

Aber dann gab es da noch einen fetten Meisenring, der unbeachtet von den Anderen sein Dasein am Vogelhäuschen fristete.

Also keine Sorge, auch dieser Untermieter wird nicht verhungern…

Der lange Schatten

Mondnacht und ein Dolmen.
Die massigen, vor Tausenden von Jahren aufgeschichteten Steinblöcke im Mondlicht.
Die eigenartig verzauberte Stimmung die sich in Einem ausbreitet, diese Stille, das leichte Kribbeln, der große Respekt, den man gerade jetzt vor diesem Ort hat…
Man möchte das, was hier ist, nicht stören, aber man möchte versuchen, das zu greifen und in ein Bild zu bringen, weil man das kaum erklären kann…