An der Mulde

wir haben uns auf diese Flussseite seit vielen Jahren nicht mehr hin gewagt. Zu viele Leute, zuviel Trubel an der Riesengaststätte, zu viele Autos und und und… Aber – Corona machts möglich – plötzlich geht es doch. Viele Leute (auf Distanz natürlich), freundlich entspannt, die Riesengaststätte und Parkplatz geschlossen – nun ja, ein kleines Picknick aus dem Mitgebrachten tut es ja auch – so halten es etliche der Wanderer hier – und KEINE Autos. Zumindest auf den nächsten Kilometern nicht.

Und dazu Landschaft, Luft und Licht pur… Was kann schöner sein…

Seltene Wolkenformation

Solch ein sonniges Wetter wie auf unserer gestrigen größeren Himmelfahrts-Radrunde gibt es heute nicht mehr. Aber als wir am Ufer einer ehemaligen Tongrube in der Umgebung stehen, können wir merkwürdige Wolkenformationen beobachten, die über uns hinweg ziehen.
Es ist schwülwarm, fast windstill, laut Regenradar ist auch heute kein Gewitter zu erwarten, und trotzdem sind da diese teilweise apokalyptisch wirkenden oder wie aus einem Science-Fiction stammenden Wolken der herein ziehenden Wetterfront zu beobachten.

Asperitus-Wolken – unbewusst haben wir die vielleicht schon das eine oder andere Mal gesehen. Da ist Einiges los in der Atmosphäre, es scheint zu brodeln, doch wir, einige hundert oder tausend Meter tiefer, spüren davon noch nichts und stehen und staunen.

Radeln, radeln

Nachdem der Radelnde uHu nach über 62.000 km gemeinsam durch Dick und Dünn traurig von seinem „kleinen Schwarzen“ Abschied nehmen musste (Totalschaden – leider wurde es aus den angepeilten 100.000 nix mehr), traf vor Kurzem das Neue ein. Schauen wir mal, wie es sich so macht und ob es ein würdiger Nachfolger ist. Auf jeden Fall sind die ersten paar Hundert kmchen auf der „Randonneuse“ purer Fahrgenuss – hoffen wir also auf viiiiiele schöne Kilometer – und der wunderbare Brooks-„Ledersofa“-Sattel ist noch immer unverwüstlich dabei. 😉

Und nun geht es wieder auf und ab, durch Wiesen, Wälder und rund um die Seen der Umgebung – und auf die eine oder andere Radreise. Bei (fast) jedem Wetter.

Eisheilige

Endlich, nach langen Wochen, gab es (wenigstens etwas) Regen. Der Abzug der Regenfront am Abend sorgte mit dem Licht der untergehenden Sonne für spannende Farben, am Morgen danach erfolgte der Weg zur Arbeit per Bahn statt Fahrrad, die Wiesen waren weiß, die Wege stellenweise eisglatt – so deutlich hatten sich die Eisheiligen seit Jahren nicht mehr gezeigt.

Respekt

hat unsereins schon, wenn die Hornisse mit tiefem Brummen nah vorbeifliegt. Aber sie ist absolut friedfertig und liebt die Blüten an unseren Sträuchern.

Hubertusburg und rund um den Horstsee (2)

Der Erholungsort Wermsdorf liegt am Rande weitläufiger Wälder unweit der Talsperre Döllnitzsse zu welcher auch Horstee und Göttnitzsee gehören und hat ebenfalls eine sehr bewegte Geschichte erfahren.
Wir aber nutzen nun noch die Gelegenheit, den Horstsee zu umrunden. Der Weg durch den Wald ist sehr einsam, das Forsthaus ist geschlossen, Picknick machen wir auf den Baumstämmen davor. Leider kann man den See nicht direkt am Ufer umrunden, aber zwischenzeitlich bieten sich trotzdem immer wieder reizvolle Blicke hinüber zur Hubertusburg oder dem höchsten „Berg“ der Umgebung, dem Collmberg.
Und endlich sorgt noch ein Haubentaucherpärchen für ein wenig Unterhaltung, ehe wir die Runde beenden.
Hmmm – was wäre , wenn es das Mirakel des Hauses Brandenburg nicht gegeben hätte… Hieße unser Bundeskanzler heute Kurz?

Hubertusburg und rund um den Horstsee (1)

Siebenjähriger Krieg?
Jaaa, ist bekannt – Schule, 7. Klasse – seeehr lange her – Preußen und Verbündete gegen Österreich und Verbündete. Dieser verheerende und furchtbare Krieg betraf übrigens auch die Sachsen mehr oder weniger direkt.
Wie wäre die Weltgeschichte verlaufen, wenn Friedrich II gegen Maria Theresia verloren hätte – wäre Sachsen dann österreichische Provinz? Das lässt viel Raum für Gedankenspiele, aber die Geschichte verlief eben nun einmal anders. Am 15.02.1763 wurde, und nun kommen wir zum Thema, der Frieden von Hubertusburg zwischen Preußen, Österreich und Sachsen geschlossen. Hubertusburg, Schloss Hubertusburg in Wermsdorf, gar nicht weit weg, das sollte nun endlich, endlich einmal ein Ausflugsziel werden.
Da war man nun in Asien, Afrika, hat Europa kreuz und quer bereist, aber in Hubertusburg, dem so genannten sächsischen Versailles waren wir noch nie. Eigentlich peinlich für uns Einheimische.
Also ist Hubertusburg unter anderem heute unser Ausflugsziel.
Auch wenn man Corona-bedingt die Museen gesperrt hat, lohnt sich auf jeden Fall eine Besichtigung des weiten großzügigen Innenhofes des Rokoko-Schlosses.
Geschichtliche Details überlassen wir lieber Wikipedia, Interessierte können hier gern nachschlagen.