Gewitter am Stechlin

Angesichts der Weltlage, des Rückfalls in finsterste Zeiten, ist man entsetzt, wie gelähmt. Und etwas im Innern wirkt dagegen, einfach weiter Heile-Welt-Bilder zu posten.

Aber vielleicht soll man es gerade, soll man gerade zeigen, die Welt kann auch anders sein, schön sein, darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass der Mensch eines Tages einfach Mensch sein wird.

Also greife ich heute wenigstens in die Archivkiste….

Sonnige Tage liegen hinter uns, warme Tage. Heute aber ist es schwül, drückend.
Am Nachmittag entlädt sich die Spannung in der Luft in einem (südlich vorbeiziehenden) Gewitter.

Uns trifft nur ein Regenschauer, welcher eine völlig neue Stimmung an diesem wunderbaren See erzeugt.

Unweit lebten die Strittmatters, und Erwin Strittmatter hat solch ein Erlebnis in Worte fassen können

„Wir saßen den Sonntag lang unter Tannen, sahn in den Regen und hörten den See mit dem Himmel reden.“

aus Erwin Strittmatter, Regentag – Schulzenhofer Kramkalender

Morgenspaziergang (2)

Waagerechte, senkrechte Kamerabewegungen nein, das genügt auch nicht, eher ein kleines behutsames Rütteln bei ausreichender Belichtungszeit erzielt eine Art Pinselstrichwirkung – jaaa, genau das ist das Licht, die Sonnenflecken, das schüchterne Grün. Die vom Efeu umschlungenen Stämme, zu viel Abstraktion mindert das Geheimnisvolle dieses Winkels hinter dem verfallenen Zaun…

So will das gelingen…

Morgenspaziergang (1)

Dieser Morgen ist Sonne – seit Langem vermisste Eindrücke bieten sich bei der kleinen Wanderung durch die Umgebung. Dieses Licht, das Konzert der Vögel, die singenden Amseln, die tschilpenden Spatzenbanden in den Sträuchern, der Geruch von Frühling, das erwachende Leben, was man wahrzunehmen meint…

Und (was der Experimentierfreude gerade recht kommt) es will einfach mit herkömmlichen Fotos nicht ganz gelingen, diese Stimmung einzufangen. Also wird wieder einmal auf „verwackelte“ Bilder zurück gegriffen.