Digitales von der Digitalis

Jedes Jahr wieder (und in diesem Jahr besonders üppig) gibt es Digitales von der Digitalis zu zeigen. Wunderbar präsentieren die schlanken hohen Blütenstände im Halbschatten ihre Schönheit.

Mohn-süchtig

Wie andere, sich stets wiederholende Phasen im Jahr, zählt für unsereinen auch die Mohn-Sucht-Phase dazu. Schon so oft aus allen nur erdenklichen und möglichen Richtungen und Ansichten fotografiert, fällt es alle Jahre wieder extrem schwer, dieses Mal unbedingt nicht dem Mohn-Foto-Rausch zu erliegen.

Und dann ist es plötzlich doch geschehen. Aber warum soll man sich dagegen wehren? Es ist doch immer wieder wunderbar, sich einfach fallen zu lassen und die Schönheit der Mohn-Blüten zu genießen.

In diesem Sinne folgt hier der diesjährige Mohn-Sucht-Beitrag. Ich hoffe, Ihr habt ebenfalls Freude an Farben, Formen und Licht…

Böhmische Idylle

Die Gegend südlich des Vogtlandes in Tschechien besticht durch seine sanften geschwungenen Wald- und Wiesenlandschaften, das milde Egertal und die sich allmählich in der Ferne verlierenden blauen Bergketten. Zwischendrin gibt es pompöse Kurorte, winzige, verlassene Dörfer, schmucke alte Städtchen und Burgen, welche so ganz anders aussehen, als die, die wir aus unserer Region kennen.

Nicht vergessen sollte natürlich auch man eine Einkehr in einer der Gaststätten zu lecker-deftiger böhmischer Küche und einem guten böhmischen Bier vom Fass.

Cheb – Eger

Eger – Ernst Mosch und die Egerländer Musikanten? Auch die…

Cheb, Eger, eine sehenswerte Kleinstadt kurz vor der bayrischen Grenze, am gleichnamigen Fluss gelegen, ist ein äußerst geschichtsträchtiger Boden.

Nicht erst seit Golo Mann weiß man, dass Wallenstein hier in dieser Stadt im Dreißigjährigen Krieg ermordet wurde. Wie auch in manch anderen Fällen fragt man sich ab und zu, wäre wohl die Geschichte weiter verlaufen, wenn er am Leben geblieben wäre…

Eger, Braunkohle, Dreck, Ruß, sterbende Wälder, verfallende Häuser, Dörfer, Städte, wir sind hier am Rand des nordböhmischen Braunkohlereviers, aber in der Stadt selbst ist davon nichts mehr zu spüren oder zu sehen. Nach der Wende hat man es, wie auch in zahlreichen anderen tschechischen Städten, verstanden, aus der Altstadt ein wahres Schmuckstück zu machen. Cheb – Eger, unweit vom Kurort Frantiskovy Lazne – Franzensbad, ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Soos

Vielleicht wird mit diesen Fotos der (etwas schräg erscheinende) Vergleich zum Yellowstone etwas berechtigter 🙂

Interessierte können hier Konkretes nachlesen und eine Übersichtskarte gibt es hier https://www.info-marienbad-tschechien.de/naturlehrpfad-soos-torfmoor/

Im (tschechischen) Yellowstone

Denkt unsereiner an Yellowstone, sind da sofort die Bilder von bunten Mineralien in den dampfenden Wasserbecken, emporschießenden Geysiren, von Wölfen und unbegrenzter Wildnis vor Augen. Als Nächstes fallen mir „Magmablase“ und „Supervulkan“ ein, von dem man hofft, dass uns die Explosion nicht zu Lebzeiten ereilen möge, denn dann würden wohl vermutlich nach den gängigen Szenarien global die Lichter ausgehen. Und das nicht schnell, sondern mit mehrtägigem Verzug, je nachdem, wie sich die Druckwellen und Aschewolken über die Erde verteilen. Ja, gleich vor der Haustür sind da ja auch noch die Phlegräischen Felder bei Neapel, bzw. direkt unter den Vororten der Stadt. Der europäische Supervulkan, von dem es heißt, dass sich dort der Boden unter dem unterirdischen Druck bereits heben würde. Kann man denn da nicht irgendwie den Druck ablassen???

Aber es geht auch ein paar Nummern kleiner.

Wir sind im Moorgebiet von Soos. Noch nie gehört? Soos? Soos ist ein Moorgebiet auf dem Grund eines ehemaligen ausgetrockneten Sees im Ländereck zwischen Sachsen, Tschechien und Bayern, ganz in der Nähe der Stadt Cheb (früher Eger). Aber auch Soos ist nicht irgendein Moorgebiet, schließlich befinden wir uns hier in einer seismisch noch recht aktiven Gegend, vielleicht sind die vogtländischen Schwarmbeben ein Begriff. Das heißt, hier gibt es einige Bewegung und ganz tief im Untergrund schlummert, so vermutet man, ebenfalls Magma. Soos – Yellowstone, zu Geysiren reicht es nicht ganz, aber die CO2 ausgasenden sogenannten Mofetten, zahlreiche kleine eindrucksvolle Blubberquellen und die bunten von Mineralien besetzten Böden… Ganz so abwegig ist der Vergleich also nicht.

Die nahegelegenen Badorte Franzensbad, Marienbad und Karlsbad bedienen sich der Wässer auch aus solchen Blubberquellen.

Das Gefühl, wenn man dieses Gebiet auf Knüppeldämmen durchquert, dass da unmittelbar unter der ungewiss dünnen Kruste etwas Unbeherrschbares schlummert, ist schon etwas eigenartig gruselig.

Dass Soos doch nicht ganz unbekannt ist, beweisen übrigens die aus allen deutschen Regionen stammenden Nummernschilder der Autos auf dem Parkplatz.

Interessierte können hier Konkretes nachlesen.

Und interessante Infos finden sich auch hier.

Unterwegs in der Granitz

(ist zwar schon eine Weile her, aber den Beitrag möchte ich gern noch nachliefern)

Zwischen Binz und Sellin liegt eine Hügelkette, deren höchster Punkt am Jagdschloss Granitz reichlich 100 Meter erreicht. So geschieht es, dass man in den ausgedehnten Buchenwäldern nur wenige hundert Meter vom Meer entfernt, meint, im Mittelgebirge unterwegs zu sein. Bis man plötzlich oben auf der jäh abstürzenden Steilküste ankommt.

Seenebel oder…

eher Küstennebel (?) – nein, hier geht es nicht um ein Getränk 😉

Es wirkt eigenartig mystisch, als dichte Schwaden von Nebel über das ruhige Wasser heran gleiten und für Sekunden, Minuten die Küste in Grau hüllen, Menschen, Strand und Hügel verschwinden und wieder erscheinen lassen.

Zickersche Halbinsel

Gerade auf der Zickerschen Halbinsel kann man eindrucksvolle Steilküsten und gleich daneben Mittelgebirgsatmosphäre in den „Zickerschen Alpen“ erleben. Weit reicht der Blick vom Höchsten, vom 66 m hohen Bakenberg über das südöstliche Rügen.