Wenn die äußeren Bedingungen…

keine großen Reisen zulassen, besinnt man sich auch gern einmal wieder auf die nächste Umgebung, Manchmal ist es unfassbar, was man da in den letzten Jahren „übersehen“ hat. Statt der zur kleinen Tradition gewordenen Novemberwanderung zum Kyffhäuser geht es also in diesem Jahr in die Hohburger Berge. Ja, trotz der nur maximal 240 m hohen Hügel, die vor über 250 Mio. Jahren einen vulkanischen Ursprung hatten, bekommt man beim Wandern durch diese unweit der großen Stadt gelegenen Landschaft das Gefühl, sich mitten im Erzgebirge oder Thüringen zu befinden. Auf unserer Tour bieten sich ebenso vielfältige Eindrücke, Einblicke, Ausblicke wie in weiter entfernten Weltgegenden und das milde warme Herbstlicht in den noch teilweise belaubten Bäumen setzt allem die Krone auf.

Sternenkinder

„Jeder dieser Sterne produziert das Ausgangsmaterial für alles, was im Weltall existiert – uns eingeschlossen.
Wir sind Sternenstaub, ohne Supernovae existierten wir nicht. Wenn wir also nachts am Himmel die Sterne sehen und wir uns irgendwie als Teil von ihnen fühlen, ist das, weil wir es wirklich sind, sie sind unsere Eltern.
Viele fragen sich, was Sternenstaub ist – wir Menschen sind Sternenstaub, weil jedes Atom in unserem Körper im feurigen Innern eines Sterns erzeugt wurde – wir sind alle im wahrsten Sinne des Wortes Sternenkinder.“

Prof. Lawrence M. Krauss (theoretischer Physiker – Kosmologie)

Aus der Fernsehserie „Universum – eine Reise durch Raum und Zeit“

Milchstraße über der Ostseeküste

Wie mir Elon Musk…

die Illusion nahm, die heile Welt beginnt da oben bei den Sternen..

Schön ist es, hier im gaaaanz frühmorgendlichen Garten unter den Sternen zu stehen, jeder Winkel ist hier vertraut und wartet darauf, ein passendes Fotomotiv zu werden.
Ist es hier unten auf der Welt schwer auszuhalten, sucht man eben den Trost da oben, bei den Sternen. Dahin ist der Mensch noch nicht weit vorgedrungen, da ist noch alles, so wie es immer war.
Sterne, Planeten, der Mond, ab und zu (na gut) ein Satellit…
Noch ein Satellit, noch einer und noch einer… Das geht ja jetzt wie am laufenden Band, im Sekundentakt schweben plötzlich Ketten von Satelliten lautlos über den Himmel.
Es dauert nicht lange, bis man als fassungsloser Beobachter begreift, was sich da oben gerade abspielt.

Starlink ist das Stichwort – mit schönen Grüßen vom Elon…
Ein heftig umstrittenes Projekt, welches Elon gerade mit Unterstützung der NASA – die haben natürlich nicht alle Anderen gefragt, weil der Weltraum ist ja eh…
Dieser Mensch denkt in großen Dimensionen, über 40.000 dieser Dinger kreisen eines Tages über uns.
Nun ja – es mag sicher ein hehres (vielleicht auch nicht ganz uneigennütziges) Ziel sein, zuerst die USA und dann den Rest der Welt mit gutem Internet zu versorgen und wer hätte schon etwas gegen eine gute (zumindest 4G) Verbindung in jedem entlegenen Winkel der Erde. Und wenn man mit einem super Internet sicher auch die Lebensqualität von Milliarden verbessern, Leben retten kann, was auch immer, auch Blogger leben ja schließlich davon – stellt sich hier in diesem Moment zumindest mir die Frage – wo ist die Grenze von dem, was wir tun, um unsere Umwelt in unserem (vielleicht zu kurz gedachten) Interesse zu verändern.
Die Geschichte hat gezeigt, wissenschaftlich-technische Errungenschaften werden im Allgemeinen nicht nur zum Guten für die Menschheit verwendet, sondern auch zu anderen undurchsichtigen negativen Zwecken missbraucht.
Und im Augenblick zerstört das Geflacker da oben gerade die Fotos des frustrierten Hobbyfotografen – aber ja – das ist ein Luxusproblem, Jammern auf hohem Niveau, gibts keine richtigen Probleme? – schließlich gibt es Software, mit der man die Bilder manipulieren, „retten“ kann und die paar Astronomen, die eine beeinträchtigte Sicht ins All haben – na wenn schon, davon abgesehen, dass wir auch da oben alles zumüllen und zuschrotten, denn wer glaubt schon ehrlich daran, dass dieser Müll eines Tages nachhaltig entsorgt werden wird…
(Damit dieser – subjektive (es gibt schließlich ausreichend Pro und Contra) – Beitrag nicht als Diskussionsplattform (denn ich habe im Augenblick selbst noch keine ausgeprägte Meinung zu Starlink) benutzt wird, lasse ich heute mal die Kommentarfunktion ausgeschaltet – bitte habt dafür Verständnis)

Und über allem die Sterne

Geht Euch das genauso? Man hat ein bestimmtes Bild vor dem (inneren) Auge, welches man auf einem Foto umsetzen möchte.
Ganz ohne Fotomontage, Verfremdung, nachträgliche Manipulation – das bedeutet, einen Ort zu finden, wo alle Bedingungen aufeinander treffen. So geschehen schon einmal hier an der See.
Und dann schweifen die Gedanken in die Umgebung, weiter geht es vermutlich wegen Corona nun erst einmal nicht mehr, wo könnte das sein? Das kann u.a. auch zu unterbrochenem Nachtschlaf führen, weil man sich so an der Idee festbeißt, dass man dann für unwesentliche Dinge wie Schlaf keine Zeit hat. Und dann kommt blitzartig die „Erleuchtung“ – Mööönsch, genau das hat man doch direkt vor der Haustür!!! Besser geht es nicht. Von Schlafen keine Spur mehr – kann man später auch noch…

Die Sträucher im Garten, das bunte Laub des Knöterich, des wilden Weins, des Walnussbaums und der Eiche nebenan… Der Blick hindurch, wie durch ein Fenster – ein Fenster zu den Sternen.