Nach einem trüben Tag

bricht die Wolkendecke kurz auf und der Mond zeigt sich. Das wirkt wie ein Gemälde.

(um diese Wirkung zu erhalten, habe ich es auf der folgenden Aufnahme bewusst beim extremen Bildrauschen belassen)

Dämmerungsfarben

Nur sehr langsam lösen sich an diesem Abend die Kondensstreifen der Flugzeuge auf, aber so sorgen sie wenigstens für einen wunderschönen, fast mystischen Effekt vor der schmalen Mondsichel

Goldener Henkel

Zunächst hielt ich das für einen Spaß. Aber es gibt ihn wirklich, den „goldenen Henkel“ am Mond. Gemeint ist ein optischer Effekt an der Grenze von Mond-Nacht und -Tag.

Ca. 10 – 11 Tage nach Neumond liegt das Tal der Regenbogenbucht (Sinus Iridum) noch im Schatten, während die bis zu 6000 m hohen Kraterränder, die in „Henkelform“ erscheinen, ringsum schon von der Sonnen angeschienen werden. Mehr oder weniger unabsichtlich gelang am 25.11.2020 diese Aufnahme. Wenn es das Wetter zulässt, freuen wir uns in einem Monat auf ein Wiedersehen.

Lichtpünktchen-Knipserei

Paaah, das sind doch wieder nur ein paar schnöde Lichtpünktchen auf den Bildern. Viel Dunkel, dazu noch ein wenig verrauscht und verstreut ein paar weiße Punkte…

Der Himmel ist klar, zu weiten Ausflügen reicht die Lust dann allerdings doch nicht, also geht es nur in früher Morgenstunde hinaus in den Garten. Die Müdigkeit ist nach der Woche noch groß, aber die Chance, den Mars UND dann noch die Venus auffällig hell am Morgenhimmel zu erleben, ist die Mühe wert.
Und es wurde nicht zuviel versprochen, rötlich hebt sich der helle Punkt des Mars am Südwesthimmel deutlich von den anderen Pünktchen ab. Auf Grund seiner Farbe wurde der rote Planet wohl durch frühere Generationen als bedrohlich empfunden und nach dem Kriegsgott Mars bezeichnet. Na das ist doch schon etwas… Die Kälte dieses Septembermorgens ist schon (fast) vergessen. Klappern und Zittern kann man später nachholen.

Und dann die Venus, südöstlich am Himmel, wo sich schon erste Lichter des neuen Tages zeigen, in strahlend weißem Glanz – das ist schon schön 🙂 Eine Pracht für das (verschlafene) Auge – wenn man geflissentlich vergisst, welche Gifthölle sich unter den dichten Wolken dieses Planeten befindet.

Auf den Aufnahmen ist später am Mond deutlich der graue Teil zu erkennen, der vom Erdschein, also dem Sonnenlicht, welches von der Erde reflektiert wird, beleuchtet wird. Kuhl – um es kurz zu sagen…

Auch die weißen Spritzerchen im Sternbild Krebs östlich der Venus – das ist kein Objektivfehler oder eine ungewollte Lichtreflektion, das ist ein sogenannter offener Sternhaufen, der M44 – Praesepe, in einer Entfernung von ca. 600 Lichtjahren und einem geschätzten Alter von 600 -700 Mio. Jahren, also nach universellen Maßstäben noch blutjung. Auf Grund seiner recht guten Sichtbarkeit ist der schon seit der Antike bekannt. Wieder was gelernt… Es hört eben nicht auf 😉

Mondfinsternis 21.01.2019

Was? Schon wieder? Ja, am 21.01.2019 gab es schon wieder eine totale Mondfinsternis. Es war früh am Morgen (zugegeben) um Einiges kälter als im Juli 2018, eine Flasche Wein war auch nicht zur Hand, aber trotzdem konnte man es nicht lassen, auch dieses Spektakel abzulichten…

Der Zeitungsbriefträger wird sich wegen des merkwürdigen Kerls mit den seltsamen Gerätschaften da im dunklen Garten schwer gewundert haben 😉

Vom Zauber einer Mondnacht

Nach dem Wintergewitter

gab es unvorhergesehen noch einmal Schnee bei uns. Plötzlich fiel die Temperatur um einige Grad, plötzlich war da überall Eis statt Tauwasser und plötzlich waren die Wolken verschwunden und der Mond schien. Grund genug, um dieses Ereignis (nach Wochen grauer Düsternis) entsprechend zu würdigen.

Mondnacht am Meer

An der Selliner Seebrücke…

das erinnert irgendwie an einen Weihnachtsbaum…

In diesem Sinne möchte ich Euch von hier aus schon einmal schöne friedliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Sehr anregend ist noch einmal der Rückweg zum Quartier am dunklen Mondlicht-Strand entlang. Der Sturm drückt das Wasser an die Küste und der Weg, der am Nachmittag noch breit genug war, ist nun zum Teil überflutet, so dass man an einigen Stellen etwas balancieren muss, um keine nassen Füße zu bekommen.

Und dann kommt sie auf uns zu. Irritiert vom Schein der sehr hellen Stirnlampe schwebt geisterhaft ein großer Vogel direkt auf den Radelnden Uhu zu. Er ist der Meinung, der Schnabel direkt vor seinen Augen gehöre einer Ente, die Begleiterin vermutet eine Möwe. Nur schnelles Ducken hilft – und nur der eine Flügel klatscht ihm noch ins Gesicht… Abenteuer – der Geisterflieger verschwindet lautlos in der Finsternis.