Licht

Kleiner Malle-Nachtrag – Ohne Moos nix los…

Künstler- und andere Bergdörfer

So ganz nebenbei lauschen wir dem jungen Mann mit seiner Freundin am Nachbartisch, der ein wenig hilflos wirkt, als er den phlegmatischen Wirt nach dem Berg in der Umgebung befragt…
Dabei hat er (unserer Meinung nach) „Pudsch“, Berg richtig ausgesprochen.
Der Wirt aber scheint oder will nicht verstehen – nur der Satz, den er der im Hintergrund im Schatten dösenden Frau hinwirft und die mit einem „ah, la montagna“ antwortet, deutet darauf hin, dass er sehr wohl verstanden hat.
Aber was bedeutet der Name, den Menschen willkürlich einem Punkt in der Landschaft geben. Den Einheimischen hier genügt das einfache und sachliche „Berg“. Es gibt für sie nur den einen. Nun ja.

Das Bild – die Boheme, Ava Gardner, Robert Graves, Peter Ustinov oder Pablo Picasso, die sich damals unten in der seinerzeit abgelegenen und paradisischen Felsenbucht auf den Steinen am blaugrünen Meer tummelte.
Der Gedanke einer Zeitreise, wie wäre das wohl gewesen, wenn man vorhin Einem von ihnen dort begegnet und erfrischt, entspannt und langsam zusammen im Abendsonnenschein den langen Weg hinauf ins Dorf gegangen wäre.

Das Dorf, in der nun in jeder Gasse, hinter jedem Hausvorsprung Touristen wie wir unterwegs sind, Pulks von Rennradfahrern auf der schmalen Straße eine Kolonne von Mietwagenfahrern und Bussen hinter sich her ziehen…
Vor wenigen Tagen saßen wir in einem anderen, ähnlich liebevoll restaurierten Bergdorf und inhalierten geradezu die Atmosphäre inmitten dieser Berglandschaften. Da lagen noch viele schöne Erlebnisse vor uns.

Egal – es ist nun hier und heute – wir genießen den Café con leche, den hausgemachten (wie der Wirt versicherte) Mandelkuchen und unsere letzten Stunden in der warmen Sonne auf diesem Eiland.

Schön war es, schön ist es…

Nicht ausgeschlossen, dass wir wieder einmal hier sein werden.

Traumküste

Mit diesen vorsommerlichen Bildern einer traumhaften Küste möchte ich Euch in ein schönes (hoffentlich sonniges) Wochenende schicken 🙂

Kleinstadtstraßen

Palma ist groß und laut, Port de Soller ist Urlaubsort – Soller dagegen ist ein kleines, feines, lebendiges Städtchen unter den gewaltigen Hängen der Tramuntana-Berge. Mitten im „Goldenen Tal“ – und golden wird die Luft auch, wenn die späte Märzsonne ihr Licht in die engen Gassen schickt.

Sehenswert.

am Cuber-Stausee

frei nach dem Motto: woanders ist es auch (manchmal) schön 😉

Schönes Wochenende

nicht von dieser Welt: Cuber-Stausee mit Puig Major

Piratenturm und Sterne

Hoch über der Küste hat man vor hunderten Jahren eine Kette von steinernen Türmen errichtet. Von denen aus beobachtete man das Meer und konnte rechtzeitig die Bevölkerung vor einem drohenden Piratenangriff warnen.
So auch hier.

Heutzutage erfüllt er wohl keinen Zweck mehr, außer vielleicht einem sehenswerten Fotomotiv für reisende Hobbyfotografen.

Steinerner Turm vor Bergen in der goldenen Stunde oder unterm unendlichen Sternenzelt, das Licht aus dem Tal von Soller unterm Orion – wie ein kochender Hexenkessel – das ist schön.

Und der Abstieg in der Finsternis mit Stirnlampe zurück in den Ort ist ein kleines Abenteuer. Man gönnt sich ja sonst nix.
Das Abendessen im heute bereits leergefegten Speisesaal des großen Hotels schmeckt danach umso besser.

Die Magie der Berge

Nun stehen wir hier am See, hoch oben in den schroffen Bergen dieser Insel, hoch oben über dem von hier aus unsichtbaren, aber ganz nahen Meer.
Wolken stauen sich an den steilen Felsgipfeln, Sonnenlichter flirren wie Scheinwerferstrahlen über die Landschaft.
Das ist Irland…
Man neigt dazu, Bilder aus der Erinnerung, mit dem, was man im Augenblick aufnimmt, zu vergleichen. Alles schon einmal gesehen?
Die Wolken fallen in sich zusammen, vom anderen Seeufer aus vermutet man plötzlich, in den Alpen zu sein, ehe weiße Wölkchen am tiefblauen Himmel über weißen Felsen eine unwahrscheinliche Leichtigkeit entwickeln, das ist der sommerliche Balkan, die Rhodopen, das ist Griechenland.

Eine Wandergruppe überholt uns zügig auf diesem für hiesige und Vorsaisonverhältnisse recht gut begangenen Wanderweg. Man spricht deutsch – angeregt über Beruf, Kinder, Rechtsstreitigkeiten, was auch immer. Man hat ein straffes Programm heute, der Paß, der Gipfel, die Schlucht… Nicht treiben lassen, keine Zeit, keine Zeit… Keine Zeit?

Später stehen wir ebenfalls oben auf dem Gipfel. Der Name? Spielt keine Rolle, schön, steil, war der Aufstieg, im oberen Teil felsig, bei Regen möchte man da nicht drüber.
Wenige Andere sind hier oben. Sie sind ganz still, ehrfürchtig – so hoch über der Welt, dem fernen Gewusel da unten – man vermeidet jedes Geräusch, flüstert nur miteinander. Diesen Moment aufnehmen, festhalten, bewahren, darum geht es.

Der lange Abstieg durch die überdimensionale Schlucht mit ihren schwindelerregenden Tiefblicken, auf dem in unvorstellbarer und unendlicher Mühsal errichteten Pflasterweg in Felshängen und -wänden, die nicht für Menschen gemacht sind, wird zum weiteren Höhepunkt an diesem Tag.

Diese Insel ist anders – anders, als wir uns das vorstellten.