Die Sache mit dem Meisenring

Tagtäglich zog es den Kürzeren gegenüber der Spatzenbande oder der Meisentruppe, welche das Revier um die kleine Birke mit den fetten Knödeln regierten.

Saß nur da, sah zu, ließ sich viel zu schnell wieder vertreiben und wenn schon einmal ein Knödel frei war, pickerte es lustlos darauf herum. Dabei müsste es sich ja, schließlich war es (höchstwahrscheinlich) im Blumentopf in unserem Schuppen aus dem Ei geschlüpft, in der Gegend auskennen..

Aber dann gab es da noch einen fetten Meisenring, der unbeachtet von den Anderen sein Dasein am Vogelhäuschen fristete.

Also keine Sorge, auch dieser Untermieter wird nicht verhungern…

Spinnenzeit

Nimmt man einmal seinen ganzen Mut zusammen, überwindet man seine Ängste und vergisst man die gesammelten Vorurteile und schaut dann diesem Wesen ins Angesicht…
Diese Haare, diese Augen, diese Beine…
Dann wird man fast augenblicklich feststellen, welch ein faszinierendes, gar nicht böses, vermutlich sehr intelligentes und komplexes Lebewesen man vor sich hat.
Es lässt sich, sofern man sich ruhig außerhalb seines Bereiches verhält, auch gar nicht stören, verteidigt nicht aggressiv sein Umfeld, sondern kümmert sich intensiv um seinen Lebensunterhalt.
Was doch die Natur alles geschaffen hat.