Nebelmorgen – oder morgens im Park

Die Kamera liegt vorsorglich im Rucksack, dann geht es wieder mal früh hinaus auf den Arbeitsweg. Es scheinen optimale (Nebel-) Bedingungen zu sein, feucht kühl, die Sonne geht gerade auf.
Doch auf den Wiesen schafft sie es leider nicht, den immer dicker werdenden Nebel zu durchdringen. Also weiter, das wird hier und heute nix.

Im Park am Rande der großen Stadt bieten sich dann schon ganz andere Möglichkeiten. Auch hier hängt der Morgennebel dick und undurchdringlich, doch die altehrwürdig-baumgesäumten Wege bieten nun manch wundersamen und märchenhaften Anblick.

Seltene Wolkenformation

Solch ein sonniges Wetter wie auf unserer gestrigen größeren Himmelfahrts-Radrunde gibt es heute nicht mehr. Aber als wir am Ufer einer ehemaligen Tongrube in der Umgebung stehen, können wir merkwürdige Wolkenformationen beobachten, die über uns hinweg ziehen.
Es ist schwülwarm, fast windstill, laut Regenradar ist auch heute kein Gewitter zu erwarten, und trotzdem sind da diese teilweise apokalyptisch wirkenden oder wie aus einem Science-Fiction stammenden Wolken der herein ziehenden Wetterfront zu beobachten.

Asperitus-Wolken – unbewusst haben wir die vielleicht schon das eine oder andere Mal gesehen. Da ist Einiges los in der Atmosphäre, es scheint zu brodeln, doch wir, einige hundert oder tausend Meter tiefer, spüren davon noch nichts und stehen und staunen.

Gewitter

endlich hat es geklappt mit den Blitzfotos, alles passte…

ein sicherer Unterstand, Regen, der nicht frontal kam, so dass das Fenster offen bleiben konnte, entsprechende Dunkelheit und Blitze vom Feinsten…

Am nächsten Unwetterabend explodierte die Luft aus dem Nichts, aber statt fein verästelten Blitzen gab es ein stundenlanges Blitzgeflacker… Unheimlich

Vor dem Gewitter

Vorgewitter-Atmosphäre

einmal die nahende Front schon in Sichtweite – hier war es so, dass maximal fünf Fotos möglich waren, dann musste angesichts der Blitze, die plötzlich überall waren, das Feld fluchtartig geräumt werden…

und ein andernmal eine spürbar aufgeladene Luft, Saunaluft, die vor Spannung knisterte, ringsum tolle Wolkengebilde, ein giftig gelbes Licht… Aber aus der Richtung, aus der die Gewitterzellen kamen, drohte scheinbar unserer Gegend nichts…

Bis dann plötzlich aus dem Nichts…

Fotorausch im Winternebel

Im Finger zuckt es schon wieder, da – die aus dem diffusen Weiß auftauchende knorrige Eiche, die Baumgruppe, die Sonne, die matt durch den Nebel scheint, der Bach, der im pastellfarbenen Licht glänzt…
Wie bildet man das ab, diese märchenhafte Stimmung, so dass man trotz des weichen orangenen Lichts die Kälte spürt, den Frosthauch, der über allem liegt?
Die Silhouetten der Baumstämme dürfen nicht zu dunkel, nicht zu hart erscheinen, keine zu scharfen Konturen haben, die müssen genauso verschwimmen wie das Empfinden des Beobachters es jetzt wahrnimmt.
Die reifbedeckten Baumkronen da drüben vor dem sich blau-violett einfärbendem Abendhimmel – nicht zu viel Farbe da hinein lassen, eher das Ganze ein wenig überbelichten, auch wenn es in Wirklichkeit schon etwas dunkler ist. Die Pappelreihe soll ein wenig verloren in der Weite der eisigen Wiesenlandschaft wirken, allein gelassen mit dem Bestehen gegen diese Kälte…
Und dann – Spot on – unsere kleine Kirche von den Scheinwerfern beleuchtet, das Scheinwerferlicht, welches eine Art Lichtkrone um das Gebäude schafft…
Motive über Motive – alles muss erst einmal (mit Gefühl) erfasst werden, aussortieren darf man später.
Drinnen im Warmen dauert es dann eine Weile, ehe sich dieses Gefühl, eben etwas ganz Wunderbares erlebt zu haben, legt und man in den gewohnten Ablauf zurück kehrt.

In den nächsten Tagen möchte ich Euch von diesem ganz besonderen Nachmittag/ Abend in loser Reihe immer mal noch ein Bild zeigen.

Vom Zauber einer Mondnacht

Nach dem Wintergewitter

gab es unvorhergesehen noch einmal Schnee bei uns. Plötzlich fiel die Temperatur um einige Grad, plötzlich war da überall Eis statt Tauwasser und plötzlich waren die Wolken verschwunden und der Mond schien. Grund genug, um dieses Ereignis (nach Wochen grauer Düsternis) entsprechend zu würdigen.