Traumzeit

Zum Ende der kleinen Riesengebirgsserie möchte ich Euch noch ein Bild der unvergesslichen Nachtwanderung hinauf zu den Mädelsteinen nicht vorenthalten.

Traumzeit

Das Essen in der Baude war richtig gut, nun ist es fast dunkel, als wir ausgeruht den Berg höher und höher steigen.
Auf die Stirnlampe können wir verzichten, vom mit dünnen Wolken bedeckten Himmel scheint der Mond ausreichend hell, so dass man gut auf dem steinigen Weg nach oben voran kommt.
Der Wind frischt allmählich etwas auf, kälter wird es, noch wenige hundert Meter, Knieholz ringsum, unvermittelt ein freier Blick auf die Lichtermeere im Norden, im polnischen Vorland.
Schwarz ragen sie dann vor uns auf, die Felsen der Mädelsteine, 1400 Meter sind wir jetzt hoch und die Lichter der Zivilisation weit unter uns.
Drüben im fahlen Mondlicht der Gipfel des Maly Sisak, des Kleinen Rads, dahinter die Kuppe der Schneekoppe, eigenartige Wolken darüber.
Sind wir höher als der Mond mit seinem Halokranz?
Fremd, unwirklich, surreal…

kleine Mondstudie

Es ist doch immer wieder ein reizvolles Motiv – der Mond.

Die Detailaufnahmen entstanden mit einer Brennweite von 600 mm. Belichtungszeit beim Vollmond 1/250 s (abends in der sog. nautischen Dämmerung), beim abnehmenden Mond 1/30 s (morgens in der Blauen Stunde), alles generell mit Stativ. Um eine größere Schärfe der Bilder zu erreichen, wurden jeweils Bildserien von ca. 10 Fotos mit Sequator gestackt und anschließend im Lightroom noch Kontrast, Lichter und Tiefen etwas „nachgezogen“.

Mondsüchtig

oder so

(das Bild ist keine Mehrfachbelichtung, kein HDR sondern die Tiefen und Lichter wurden lediglich gegeneinander angepasst, bei der Aufnahme wurde die ISO auf ein gerade so erträgliches Maß hochgenommen)

Das Vorbild und die Idee stammt vom wunderbaren Bild des hervorragenden Astrofotografen Miguel Claro. Ohne hier Schleichwerbung machen zu wollen, aber ein Besuch auf seiner Seite lohnt sich.