Sturmnacht

Etwas unruhig schweift der Blick nach draußen, zum Wäldchen direkt hinter dem Haus. Es ist fast dunkel, die Sturmböen kündigen sich mit einem tieferfrequenten Brausen in den kahlen Baumkronen an, dann beginnen die Stämme zu schwanken. Und die Böen werden häufiger, stärker.
Wie war das vor wenigen Jahren beim Januarsturm? Den stärksten Eindruck damals machte ein fast viertelstündiges ununterbrochenes stetig zunehmendes Dröhnen, bei dem man den maßlosen Druck auf den vibrierenden Hausmauern fühlen konnte.
Wie wird es heute Nacht?
Im Wäldchen herrscht bei jedem neuen Ansturm Chaos, das blaue Abendlicht und das von den Nachtwolken reflektierte unwirklich gelbe Licht der nahen großen Stadt lassen Schlimmes befürchten, wer um Himmels Willen führt da jetzt noch seinen Hund aus?!

Vorweggenommen, der Sturm ist vorbei – wir haben wieder einmal Glück gehabt. Nichts passiert…
Und wie stellt man dieses unheimliche, bedrohliche Erlebnis nun bildlich dar?

Wie seht Ihr das?

Traumzeit

Zum Ende der kleinen Riesengebirgsserie möchte ich Euch noch ein Bild der unvergesslichen Nachtwanderung hinauf zu den Mädelsteinen nicht vorenthalten.

Traumzeit

Das Essen in der Baude war richtig gut, nun ist es fast dunkel, als wir ausgeruht den Berg höher und höher steigen.
Auf die Stirnlampe können wir verzichten, vom mit dünnen Wolken bedeckten Himmel scheint der Mond ausreichend hell, so dass man gut auf dem steinigen Weg nach oben voran kommt.
Der Wind frischt allmählich etwas auf, kälter wird es, noch wenige hundert Meter, Knieholz ringsum, unvermittelt ein freier Blick auf die Lichtermeere im Norden, im polnischen Vorland.
Schwarz ragen sie dann vor uns auf, die Felsen der Mädelsteine, 1400 Meter sind wir jetzt hoch und die Lichter der Zivilisation weit unter uns.
Drüben im fahlen Mondlicht der Gipfel des Maly Sisak, des Kleinen Rads, dahinter die Kuppe der Schneekoppe, eigenartige Wolken darüber.
Sind wir höher als der Mond mit seinem Halokranz?
Fremd, unwirklich, surreal…

kleine Mondstudie

Es ist doch immer wieder ein reizvolles Motiv – der Mond.

Die Detailaufnahmen entstanden mit einer Brennweite von 600 mm. Belichtungszeit beim Vollmond 1/250 s (abends in der sog. nautischen Dämmerung), beim abnehmenden Mond 1/30 s (morgens in der Blauen Stunde), alles generell mit Stativ. Um eine größere Schärfe der Bilder zu erreichen, wurden jeweils Bildserien von ca. 10 Fotos mit Sequator gestackt und anschließend im Lightroom noch Kontrast, Lichter und Tiefen etwas „nachgezogen“.

Plejaden – der nächste Versuch

wie kleine Juwelen – das Siebengestirn mit Reflexionsnebeln

Kamera: Canon EOS 6D, Objektiv: Canon 70 -200 mm, Brennweite: 200 mm, ISO: 4000, f 4.0, Belichtungszeit: 50 x 45s
Endbearbeitung: DeepSkyStacker, Lightroom, Gimp

Mondsüchtig

oder so

(das Bild ist keine Mehrfachbelichtung, kein HDR sondern die Tiefen und Lichter wurden lediglich gegeneinander angepasst, bei der Aufnahme wurde die ISO auf ein gerade so erträgliches Maß hochgenommen)

Das Vorbild und die Idee stammt vom wunderbaren Bild des hervorragenden Astrofotografen Miguel Claro. Ohne hier Schleichwerbung machen zu wollen, aber ein Besuch auf seiner Seite lohnt sich.

Orionnebel – erster Test

Lange erwartet und nun endlich erscheint auch Orion am Abendhimmel. In der Schwertregion ist der Orionnebel (M42) mit bloßem Auge sichtbar. Ein wirklich gut geeignetes Objekt für Deep Sky – Anfänger.

Der Orionnebel ist ca. 1350 Jahre entfernt, sein Licht, welches wir jetzt sehen, entstand also, als die Westgoten die Reste des Römischen Reiches beherrschten, sich das Fränkische Reich ausdehnte und der erstarkende Islam Konstantinopel belagerte…

Kamera: Canon EOS 6D, Objektiv: Canon 70 -200 mm, Brennweite: 200 mm, ISO: 2500, f 4.0, Belichtungszeit: 58 x 45s
Endbearbeitung: DeepSkyStacker, Lightroom, Gimp