Explosive Stimmung

Schwüle, feuchtheiße Luft… Endlich, nach wochenlanger Dürre, in der unser Flüsschen bis auf wenige stinkende Pfützen vollständig versiegt war, zog auch in unserer Region ein Wetter auf. Laut Regenradar entstanden aus dem Nichts unweit Gewitterzellen, deren erste nördlich, die zweite südlich vorbei zog, sich mit einer größeren Struktur, die bereits seit Stunden über Mittelsachsen wütete, vereinigte. Und hier? Eigenartigerweise drehten sich wieder alle Gewitterzellen rund um unsere Region.

Aber dann tauchte, wie in einer dramatischen Filmszene plötzlich hinter tieferen Wolken etwas Anderes, Größeres, Bedrohlicheres auf. Und das kam aus einer Richtung, die nach dem Radar völlig unerwartet war… (Happy End: es gab tatsächlich endlich Regen, eine ganze Menge – und das glücklicherweise ganz ohne Überflutungen)

Keine Idylle

Drei Sommer (fast) ohne Regen haben dazu geführt, dass auch dieser Teich, den ich seit Kinderzeiten kenne, fast ausgetrocknet ist.
In einer der wenigen, übel stinkenden Restpfützen, deren Wasser grünalgenverseucht ist, steht ein Reiher, der so an Menschen gewöhnt ist, dass er sich in Ruhe ablichten ließ. Statt Fisch gibt es für ihn nur eine rostige Blechbüchse…

Das zu sehen ist bitter – und wenn das Wort „Katastrophe“ nicht solch ein gewaltiges Wort wäre, könnte man diese Zustände wohl so bezeichnen.