Spätsommer oder Frühherbst…

In der Regionalzeitung war kürzlich die bemerkenswerte Feststellung zu lesen, niemand möge den Herbst. Auch wenn es morgens auf dem Weg zur Arbeit wieder zunehmend dunkler und kühler wird, so vorbehaltlos zustimmen kann ich da nicht – die Vorfreude auf diese Farben ist wieder groß.

Noch nie erlebt…

Der völlig ahnungslose uHu radelt aus dem Dorf heraus, die Bedingungen sind wieder ideal, Dauerregen gestern, klare Nacht und nun 6°C. Und so steht nun auch der erwartete Nebel über den Wiesen und die aufgehende Sonne liefert die schönsten Lichteffekte.

Aber nicht das nimmt die Aufmerksamkeit in Anspruch, sondern diese eigenartigen weißen Flecke da drüben.

Silberreiher? Nein, Störche…

Aber so viele auf einen Haufen, noch nie gesehn, nie erlebt. Liegt es am Wasser, welches infolge des gestrigen Regens in den Wiesen steht, das Kleingetier heraus getrieben hat – und somit die Störche einen reich gedeckten Frühstückstisch vorfinden?
Ein Blick ins Internet bringt Aufklärung, die Störche sammeln sich Ende August, um in größeren Gruppen den Rückflug nach Süden anzutreten.

Dass sie dabei ausgerechnet auch hier bei uns Rast machten, ist umso faszinierender.

Beim Erlkönig

Die Ahnung war berechtigt.
Am Tag zuvor hatte es geregnet, über Nacht waren die dichten Wolken aufgerissen und jetzt am Morgen war es bei leichtem Pastellwolkenhimmel und tief stehender Sonne recht kühl. Beste Bedingungen…
Also ist es angeraten, auf dem Arbeitsweg heute auch die Kamera mit zu schleppen. Es könnte ja…

Als der Radelnde uHu schließlich das Dorf verlässt, und durch die Wiesen fährt, ist er nun angesichts der weißlichen Schleier kaum noch zu bremsen…

Ein älterer Herr kommt vorbei – lächelt freundlich und meint, das wäre ja wie beim Erlkönig. Dem kann der uHu nur zustimmen.

Vom Glück – Kleine Bäckerrunde

Nun bin ich einmal wach, es ist hell und eine blasse Endloswinter-Aprilsonne schiebt sich gerade schüchtern über den Horizont. Also kann ich nun ebenso gut auch einmal wieder aufs Rad steigen und zum überüberübernächsten Bäcker fahren, Rückweg durch Wald inklusive.

Müde bin ich, die Tour von gestern steckt mir noch in den Knochen, kalt ist es, die Wiesen sind teilweise reifbedeckt und dieser blöde eisige Windzug von Nord kann mir gefälligst auch gestohlen bleiben – nun ja – alles Training – oder?

Woher bei diesen Temperaturen auch immer der grüne Schimmer an den Bäumen kommt, das Licht ist fantastisch. Am See ist es noch menschenleer – und aus dem Rucksack duftet es verführerisch nach frischen Brötchen.

Das nenne ich (manchmal muss man eben doch den inneren Schweinehund überwinden) einen gelungenen Samstagmorgen.

Und dieser Moment gehört damit auch zum Thema Glück.

Das Leben ist schön.