Vor Sonnenuntergang

Nach einem eher grauen, milden Spätsommertag brach am Abend noch einmal die Sonne durch die dichte Wolkendecke und ließ den Himmel brennen. Der Vorteil des Lebens an der Peripherie der großen Stadt, man kann sofort aufs Rad springen und dieses Schauspiel, welches nur Minuten dauert, in vollen Zügen genießen.

Seltene Wolkenformation

Solch ein sonniges Wetter wie auf unserer gestrigen größeren Himmelfahrts-Radrunde gibt es heute nicht mehr. Aber als wir am Ufer einer ehemaligen Tongrube in der Umgebung stehen, können wir merkwürdige Wolkenformationen beobachten, die über uns hinweg ziehen.
Es ist schwülwarm, fast windstill, laut Regenradar ist auch heute kein Gewitter zu erwarten, und trotzdem sind da diese teilweise apokalyptisch wirkenden oder wie aus einem Science-Fiction stammenden Wolken der herein ziehenden Wetterfront zu beobachten.

Asperitus-Wolken – unbewusst haben wir die vielleicht schon das eine oder andere Mal gesehen. Da ist Einiges los in der Atmosphäre, es scheint zu brodeln, doch wir, einige hundert oder tausend Meter tiefer, spüren davon noch nichts und stehen und staunen.

Nach dem Regen

…kommt die Sonne – und an diesem Abend die goldene Stunde.
Faszinierend sind die Farben – einige Minuten lang sorgt die Natur dafür, dass die Landschaft in ein Licht getaucht wird, welches an Gemälde der Alten Meister erinnert.
Kein Kitsch – nein das ist Natur…

Abzug

Insgeheim hatte ich darauf gehofft – und das Wetter tat mir dann auch den Gefallen, und präsentierte auf der Rückseite des heftigen Regenschauers u.a. wunderschöne Mammatuswolken. Der nachfolgende Wolkenhimmel war in seiner Vielfalt und seinen Farben kaum zu überbieten.

Aufzug der Schauerfront

Bedrohlich, fast schwarz zieht am Horizont die Wolkenwand des nächsten Schauers auf, die uns auch in Minutenschnelle mit orkanartigen Böen erreicht. Hoffentlich halten die Pappeln das aus…