Wer sind wir

Wer sind wir?

Vielleicht ist es wichtig, an dieser Stelle ein paar Worte über uns selbst zu verlieren.

Die Idee stammt von Thomas und ich meine, es ist richtig, kurz darauf einzugehen. Ohne eine gewisse Kenntnis des Anderen ist es nicht möglich, sich 3 Tage und 4 Nächte lang auf solch ein intensives Abenteuer einzulassen und das erfolgreich zu Ende zu bringen. Man sollte sich vertrauen und aufeinander verlassen können.

Thomas macht es mir einfach, er liefert also die Vorlage, ich kann mich darauf beschränken, auf seine Beurteilungen zu reagieren 😉

So sehe ich Lutz:

Lutz ist ein sehr akkurater Mensch, bei dem die Reise schon mit einer sehr akribischen Vorbereitung beginnt. Er überlässt nichts gerne dem Zufall, macht sich Gedanken in jeglicher Hinsicht und in jegliche Richtung.

Wenn Du meine Schlampigkeit und Nachlässigkeit kennen würdest…

Er ist wie ein Dieselmotor, einmal angelassen, kann er tage und wochenlang „tuckern“. Nur zu hohe Drehzahlen und zu viele und zu schnelle Drehzahländerungen sind Gift für ihn – aber dafür ist er ja auch ein Diesel 🙂

Ja, Recht hast Du. Die Sache mit dem Dieselmotor ist bei mir viel zu spät angekommen. Deswegen gingen der 300er und 400er fast schief.

Im Gegensatz zu mir bist Du aber der wesentlich sportlichere Typ. Wenn Du so fahren würdest, wie Du kannst, wärst Du nach 70 Stunden zurück gewesen. Keine Ahnung, aber Du gehörst zu den Menschen, die wohl auch von der Physis her eindeutig im Vorteil sind – das muss ich immer wieder neidlos anerkennen.

Lutz ist sehr viel gefahren in der Vorbereitung, täglich 75 Kilometer

Ja, Du brauchst nix zu tun und bist trotzdem besser. Ich muss eben für ein wenig Grundlagenausdauer etwas mehr machen 😉

Er ist ein sehr angenehmer Reisepartner, der sich niemals in den Vordergrund spielt, man hat das Gefühl mit ihm auf Augenhöhe zu sein, die gleiche Basis zu haben.

Weshalb in den Vordergrund spielen, wenn ich denke, dass Thomas in Bezug auf den Radsport noch ne Nummer erfahrener und fachlich wesentlich versierter ist. Da kann ich nur von Dir lernen.

Und das schätze ich auch an Dir – Du bist ein Klasse-Reisepartner. Deine ausgeprägte Kompromissfähigkeit, Toleranz und Höflichkeit und eben auch die Art, Dich nie mit Deinem großen Fachwissen in den Vordergrund zu spielen, sind sehr wohltuend. Bin Dir dankbar dafür, dass Du Dich sowohl bei den Brevets als auch bei PBP diskussionslos auf meinen „Reisestil“ eingelassen hast. Das tat mir ab und zu zwar etwas Leid, aber schneller ging bei mir nicht. Und im Vordergrund stand letztendlich auch die Absicht, PBP und seine einzigartige Atmosphäre vor allem zu genießen. Ich hoffe, diese verlangsamte Fahrweise hat auch Dir etwas Vergnügen gebracht.

Nie hat man das Gefühl, dass Dich irgendetwas, auch wenn es Dir gegen den Strich geht, aus der Fassung bringt. Du beherrschst Dich in jedem Fall, wirst nicht ungehalten, wütend, launisch – bist imstande, Dich auch auf mich spleenigen Menschen einzulassen.

Und in jeder „Katastrophe“ bewahrst Du die Ruhe. Tolle Einstellung – es wird schon und sei es mit ein wenig Improvisation.

Er hat einen wunderbaren Schreibstil, es macht Spaß den Bericht durch seine Feder fixiert zu lesen

Ich schreibe gern, glaube, ich kann mich schriftlich wesentlich besser artikulieren und Gedanken oder Gefühle vermitteln als aus einem Gespräch heraus. Wenn es Anderen gefällt – umso besser…

So sehe ich mich:

Ich überlasse die Dinge gern mal dem Zufall, weil ich sie dann spannender finde, ich achte darauf das Nötigste dabei zu haben und improvisiere ansonsten gerne mal.

Das erhöhte bei mir manches Mal die Spannung – aber mit Deiner inneren Gelassenheit ließ sich jede Situation in Ruhe meistern.

Ich hatte PBP immer sportlicher gesehen, bin aber froh in Reisegeschwindigkeit (und nicht in Renngeschwindigkeit) unterwegs gewesen zu sein – so habe ich Land und Leute (und Lutz) am besten kennen gelernt.

Da spüre ich, dass ich (altersmäßig) leider etliche Jahre Vorsprung habe. Bei mir tritt allmählich der sportliche Ehrgeiz zugunsten des Anspruchs, solche Ereignisse zu genießen, zurück.

Lutz und ich kommen super zurecht, auf und abseits der Piste.

Das meine ich auch!

Ich freue mich auf die nächsten gemeinsamen Fahrten.

Wie wär’s mit nem Ausflug in die Rhön und einer Sternen-Biwak-Nacht auf der Wasserkuppe?