Manchmal ist es schon erstaunlich, wie sich auch bei Natur-Ereignissen manchmal Dinge zu wiederholen scheinen.
So geschieht es auch im Herbst 2025, als über die einschlägigen Medien der „Herbst-Komet“ C/2025 A6 „Lemmon“ angekündigt wird. Bei den Liebhabern derlei Erscheinungen bricht sofort die entsprechende Aufregung und Vorfreude aus, da werden Berichte, erste wunderbare Fotos usw. gezeigt und studiert und schließlich steht man selbst irgendwann, als laut Prognose eine gute Sichtbarkeit des Himmelskörpers angezeigt wird, wieder einmal draußen in der Dunkelheit auf den Wiesen, visiert mit der Kamera die hoffentlich richtige Position an und wird tatsächlich fündig.
Nun ja, ein grünes Pünktchen, das ist schon ganz schick und man kann sich den Erfolg, auch diesen Kometen aufs Foto gebannt zu haben, ans Revers heften und (ein ganz klein wenig) froh darüber sein.
Aber nach dem letztjährigen Tsuchinshan-Atlas-Erlebnis wirkt Lemmon doch eher ein wenig blass und winzig.
Da muss doch auch noch mehr gehen.
Die verfügbare Ausrüstung zeigt da allerdings ganz klare Grenzen der Machbarkeit auf.
Bleibt nur das 105er-Makro, das sollte lichtstark genug sein. Ein Einsatz der Nachführung auf der buckligen Wiese ist nicht praktikabel, das Teil waagerecht einzunorden wäre im Dunklen vergeblich.
Doch 5 Sekunden Belichtung auf dem 105er sollten möglich sein, ohne dass die Sterne zu Strichen werden, das heißt dann nur, dass entsprechend viele Fotos gemacht und diese anschließend gestackt werden müssen.
Schön ist es allemal, nach dem Sommer nun unter diesem Sternenhimmel zu stehen, nicht nur zu fotografieren, sondern auch zu schauen und zu staunen.
Auf dem letzten Foto ist schließlich sogar noch ein Hauch von Polarlicht neben dem Kometen zu erkennen.
Dass sich Anfang November neben dem „Herbst-Kometen“ auch das „Herbst-Polarlicht“ wiederholen wird, ahnt zu dem Zeitpunkt noch niemand.




