Werra-Weser 2021 (04)

Sonntag, 20.06.2021

Am sehr frühen Morgen gewittert und regnet es gewaltig. Danach aber zeigt sich schon wieder blauer Himmel, nur ist es nicht mehr so heiß wie an den Vortagen.
Das Frühstück ist heute üppig und sehr gut. Die Chefin kam uns gestern mit einem entsprechenden Ankreuzzettel, Das weckte sofort die Erinnerung an Amsterdam, als zu meinem Leidwesen ein Kreuzchen zu wenig ein Brötchen oder eine Scheibe Wurst zu wenig bedeutete. Nur nicht diesen Fehler wiederholen, aber sie beruhigt mich – Kreuz heißt hier und heute – ob oder ob nicht – an der Menge solle es nicht scheitern.
Weiter geht es schließlich an der Weser, vorbei an Höxter, dann folgt Holzminden, und danach einige ausgedehnte Flusschleifen um Höhenzüge herum.
Die Gegend… Es fachwerkelt fleißig weiter, das ist einfach schön.
Polle, Burg, Dorf, Aschenputtel…
Nächste Rast im Freisitz am Fluss bei Reileifzen.
Es rollt heute wirklich entspannt, die Hitze ist vorbei, der Wind weht aus der richtigen Richtung, alles ist gut.
Am Fluss nun felsige Abhänge, man könnte glatt denken, gleich in Bad Schandau zu sein…
Und dann ist schon Bodenwerder erreicht – Münchhausen grüßt schon am Orsteingang und ist auch im Ort kaum zu übersehen. Pause im italienischen Café am Fluss. Schön – das ist Urlaub.
Hajen – die Geschichte der Treidler von Hajen – die Treidler kehrten vor vielen Jahren regelmäßig in Hajen ein. Dabei stahlen sie einmal einen Hasenbraten aus dem Ofen und aßen ihn. Der Wirt bemerkte das und servierte ihnen zur Rache beim nächsten Mal einen Katzenbraten und klärte sie danach auf, so dass sie sich übergeben mussten.
Seitdem machten die Hüossen, die Treidler, einen Bogen um Hajen und zogen laut miauend daran vorbei, so dass die Bauern sie mit Mistgabeln verjagten.
Drüben auf dem anderen Flussufer drohen riesig die Anlagen des AKW Grohnde.
Im Dürresommer 2019 stand das AKW kurz vor der Abschaltung, weil das Kühlwasser, welches der Weser entnommen wird, zu warm geworden war.
Und nun ist es bis Hameln auch nicht mehr weit. Unser Hotel, mitten in der Altstadt ist bald gefunden. Leider riecht das Zimmer nach kaltem Rauch, öffnet man das Fenster, stinkt es aber nach der Abluft des benachbarten Restaurants. Nicht so schön…
Duschen und ab in die Stadt.
Essen gibt es am Fluss, der sympathische Betreiber der deutsch-böhmischen Küche, öffnet glücklicherweise gerade. Und beim Lendenbraten und Budweiser lässt es sich gut aushalten. Danach spazieren und fotografieren wir noch in der Altstadt, ehe es Schlafen geht.
Etappe Boffzen – Hameln: 73,06 km

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