Polarlichter in Rovaniemi
Als ob sich jemand Mühe geben wollte, uns zu entschädigen…
Am nächsten Abend sind auch für Rovaniemi Wolkenlücken und recht hohe Polarlichtaktivitäten angesagt.
Diese Chance wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen, unser Quartier ist vom Kemijoki nur 5 Minuten entfernt, im schlechtesten Fall hatten wir wenigstens keinen großen Aufwand.
Aber die Lücken lassen auf sich warten, klein, dann mal etwas mehr, etwas größer, drüben hinter der Eisenbahnbrücke, sind das Dunkle etwa Wolken oder Lücken?
Das sind Lücken! Test-Aufnahme! Wow, dahinter schimmert es grün. Tatsache, wir haben (zumindest ein kleines) Glück. Aber vielleicht wird es ja noch…
Nun ja, eher nicht…
Es zieht schon wieder zu, die Stimmung sinkt, doch dann reißt es über uns unvermittelt noch einmal auf, die Sterne werden sichtbar, eine 15-Minuten-Chance bietet sich da. Aber ausgerechnet da oben im Zenit? Hier in Rovaniemi sind die Lichter doch wohl eher in nordwestlich-nördlicher Richtung zu erwarten.
Zudem stören da oben die Schleierwolken eine klare Sicht.
Schleierwolken!
Man kann ja wenigstens einmal Testaufnahmen machen, einfach mal draufhalten und sehen, was da ist.
Aber was ist das? Diese Schleierwolken sind grün, froschgrün! Das sind keine Schleierwolken, das sind ganz fein zerfaserte Polarlichtstrukturen, die sich über uns zeigen.
Und im Gedächtnis taucht eine Erinnerung an eine Erzählung auf, in dem sich der Autor ebenfalls über unerwünschte Schleierwolken erregte und diese sich plötzlich als Polarlichter entpuppten.
Dass ausgerechnet mir das auch passiert…





