An der Altmühl (3)

Dienstag, 28.06.2022

6.45 Uhr Aufstehen, wir packen rasch, stellen die Taschen an der Rezeption ab und lassen uns das gute Frühstück schmecken. Gegen 10 Uhr ist Abfahrt, auf Schleichwegen südlich aus Ansbach hinaus, befinden wir uns bald in einem schönen Bachtal, sind dort nicht ganz die Einzigen, aber die E-Radler sind schnell unseren Blicken entschwunden. Stellenweise führt der Schotterweg steil hinauf nach Elpersdorf, ehe wir es danach lange nach Herrieden hinab rollen lassen können. Dort halten wir uns allerdings nicht lange auf, machen ein paar Fotos an der schönen Altmühlbrücke mit Storchentor und kurbeln dann zügig in Richtung Gunzenhausen Altmühl-abwärts

Die Gegend ist recht eintönig, weit dehnt sich die Talfläche mit den riesigen Feldern. Indessen dreht der Wind auf NO und weht nun schräg von vorn. Die Wolken verdichten sich, südwärts bilden sich Mammatuswolken, der erwartete Regenschauer löst sich aber wieder auf, ohne uns zu erreichen, dann ist es auch schon wieder leicht bewölkt, sonnig

So halten wir an einem schöne Biergarten ein paar Kilometer vor dem Altmühlsee und bestellen uns zum kleinen Mittag eine Portion Grupften – das ist die fränkische Version von Obazda, sehr lecker, dazu Radler und alkfreies Hefeweizen zum Nachtanken. So lässt es sich leben.

Am und um den Altmühlsee herum bis Gunzenhausen treffen wir im Anschluss auf extrem viele Graugänse. Ungefähr 10 km vor Treuchtlingen biegen wir am Abzweig nach Trommetsheim von der Hauptroute ab und nehmen einen schönen Feldweg über einen flachen Seitenkamm. Oben auf einer Bank unter einer alten Eiche ist noch einmal Rast, ehe es dann auf dem Radweg an der stark befahrenen Straße bis Weißenburg hinab geht.

Bevor wir das Hotel suchen, schauen wir uns noch am 2000 Jahre alten Römerkastell um. Das Hotel am Ellinger Tor ist schnell gefunden, die Taschen sind schon da, das klappt gut, das Zimmer ist ok, perfekt.

Beim anschließenden Altstadt-Rundgang kehren wir im Biergarten des „Goldenen Adlers“ ein, die Kellnerin wirkt resolut, souverän und ist sehr nett, die liebe Reisegefährtin muss meine Hellen vom Fass aufholen und bekommt nach dem prima Essen noch einen Absacker, einen Slivovitz, gleich auf das eben gezahlte Trinkgeld verrechnet, sozusagen kostenlos ausgeschenkt.

Wir wollen morgen früher los, man prognostiziert hohe Gewittergefahr am Nachmittag und vor uns liegt morgen die „Königsetappe“ über 85 km bis Kipfenberg, da wollen wir nachmittags schon recht zeitig am Ziel sein.

heute ca. 70 km