An der Altmühl (Epilog)

Samstag, 02.07.2022

Heute ist Massenabfertigung früh 8 Uhr beim Frühstück, das ist leider nicht so angenehm, da war die Ruhe in den bisherigen Unterkünften wesentlich schöner.

9.30 kommt das bestellte Taxi zum Bahnhof. Am Regensburger Bahnhof ist dann etwas Chaos. Unser Zug besteht aus zwei Teilen, ein Teil soll nach Hof, ein Teil nach Prag fahren. Er kommt von München, ist lt. Ansage schon brechend voll und dann heißt es zunächst, der Pragzug fällt aus, kurz danach, der ganze Zug fährt nur bis Schandorf. Frust macht sich breit, überall ringsum ratlose Gesichter. Die Bahn machts möglich.

Im Zug ergattern wir dann glücklicherweise sogar Sitzplätze, der Zug fährt nun entgegen der Ansage durch bis Hof, der Prager Teil bleibt hängen, fährt ebenfalls bis Hof und die Prag-Reisenden müssen in Schwandorf aussteigen und 2 Stunden auf den nächsten Zug warten, wobei keinesfalls sicher ist, dass sie dort mit kommen. Es gibt nur eine leichte Verspätung , der Anschluss von Hof nach Leipzig wird geschafft, der Elster-Saale-Express ist kleine Regionalbahn und bummelt mit kaputter Klimaanlage durchs Land.

So kommen wir wohlbehalten in Leipzig an, schaffen die S-Bahn nach Hause und am Bahnhof erwartet uns unsere Jüngste mit dem Auto, so dass wir nicht einmal laufen müssen.

Fazit: Es war schön. Auch wenn es eine organisierte Tour mit dem ungewohnten Luxus des Gepäcktransports war, blieb doch die erwartete Individualität dabei vollkommen erhalten. Gerne also wieder auf diese Weise, die Leihräder waren in Ordnung, fuhren sich gut, erfüllten ihren Zweck und ersparten uns die lästigen und nervenden Ungewissheiten mit eigenen Rädern in den Zügen der Deutschen Bahn.

Auch die Landschaft, obwohl wir es an der Donau schon 2020 erlebten, ist schön, besonders reizvoll das enge Waldtal mit den vielen Flussschleifen, den alten Städtchen und Burgen. Lohnenswert… Und nicht zuletzt waren es die vielen kleinen und größeren giftigen Anstiege, die wir hier nicht erwarteten und die uns vor unserer nächsten, großen Radtour im September noch einmal ein gewisses Maß an nötigem Respekt verschaffen.