Das Phantom des Gartens

Seit Tagen schon flattert er, leider immer zu schnell und zu hoch für die Kamera und mich, recht aufgeregt im Laub des benachbarten Walnussbaums und der dichten Sträucher umher. Es ist wie ein Phantom, ein Schatten, größer als ein Bläuling oder ein Zipfelfalter – und es kribbelt doch gewaltig, ihn möglichst fotogen endlich einmal auf einer Blüte zu erwischen.
Und um schließlich noch die Phrase zu bemühen, jaaaa – Geduld wird tatsächlich (meistens) belohnt.
Sonntagmorgen – ein fast windstiller Tag im fast ausgedörrten Garten, um die Echinacea-Blüten tummeln sich Bienen und Hummeln, im Sommerflieder gaukeln die Weißlinge… Und dann, auf der „schnöden“ Goldrute in der hinteren Ecke – es ist kaum zu glauben – entdeckt der glückselige Hobbyfotograf plötzlich das Objekt der Begierde.
Er – der glückselige Hobbyfotograf in diesem Fall – wagt kaum zu atmen und pirscht sich im Zeitlupentempo an das begehrte Motiv. Langsamer geht es kaum – nur nicht unbedacht jetzt die Flucht des schmucken Tierchens provozieren – dem 105er-Makro sei Dank.
Und dann durchleben wir Beide wohl richtig schöne Minuten.

Der Falter – ein Nierenfleck – wie die Recherche in den einschlägigen Bestimmungsbüchern ergibt – labt sich ausgiebig und ausdauernd an den Blüten der Goldrute, der Hobbyfotograf daneben lässt die Kamera heiß laufen.
Welch ein schöner Tag 🙂

20 Kommentare zu „Das Phantom des Gartens

  1. Glückwunsch zu den schönen Fotos. Ich hatte neulich bei der Jagd auf ein Tagpfauenauge die Geduld verloren und aufgegeben.

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    1. Danke Dir. Pfauenaugen sehenswert abzulichten ist mir auch noch nie gelungen. 🙂

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  2. Dein Geduld und Mühe haben sich gelohnt, sehr schöne Aufnahmen Lutz👌🏾

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    1. Danke Greta 🙂 Für die Chance, mal diese Bilder zu machen, wartet man gern.

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  3. Das hört sich nach einem ganz und gar zauberhaften Moment an! Freut mich für dich – und für mich, weil ich diese wirklich grandiosen Schmetterlings-Fotos bewundern kann 😉

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    1. Danke Dir, es ist schon wirklich besonders, wenn man die Tiere, die man sonst nur aus Büchern kennt, plötzlich einmal in natura vor sich sieht 🙂

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  4. Ein toller Fund.
    Ich kannte noch nicht mal den Namen.

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    1. Leider hat er sich nicht überreden lassen, den schönen nierenähnlichen Fleck auf der Flügeloberseite zu zeigen 😉

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  5. Das erste Foto ist das beste!

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    1. Danke. Ich hatte gehofft, dass er auch mal die Oberseite seiner Flügel zeigt. Aber so erschrecken wollte ich ihn nicht, dann wäre auch die Gelegenheit zum Fotografieren zuuu schnell vorbei gewesen.

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      1. Die falten sich selten auf , denke ich. Vermutlich aus Gründen der Mimikry.

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        1. Das ist möglich. Viele zeigen die Flecken auch zur Abschreckung bei Bedrohung, aber darauf wollte ich es dann auch nicht ankommen lassen.

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  6. …und was für ein schöner Schmetterling 😍😍😍👏👏👏

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    1. Ein richtiger kleiner (sehr geduldiger) Prachtkerl 🙂

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  7. 👌👌👌👏👏👏📷 Yes, this is exactly how we are able to perceive what we observe. Great

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  8. Super! We call it the Brown Hairstreak (Thecla betulae) not an easy butterfly to see so well done!

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    1. Thank you Brian I found him very fast and very restless for a few days. These minutes were great luck. Unfortunately he didn’t do me the favor of showing the top of his wings.

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