Das Phantom des Gartens

Seit Tagen schon flattert er, leider immer zu schnell und zu hoch für die Kamera und mich, recht aufgeregt im Laub des benachbarten Walnussbaums und der dichten Sträucher umher. Es ist wie ein Phantom, ein Schatten, größer als ein Bläuling oder ein Zipfelfalter – und es kribbelt doch gewaltig, ihn möglichst fotogen endlich einmal auf einer Blüte zu erwischen.
Und um schließlich noch die Phrase zu bemühen, jaaaa – Geduld wird tatsächlich (meistens) belohnt.
Sonntagmorgen – ein fast windstiller Tag im fast ausgedörrten Garten, um die Echinacea-Blüten tummeln sich Bienen und Hummeln, im Sommerflieder gaukeln die Weißlinge… Und dann, auf der „schnöden“ Goldrute in der hinteren Ecke – es ist kaum zu glauben – entdeckt der glückselige Hobbyfotograf plötzlich das Objekt der Begierde.
Er – der glückselige Hobbyfotograf in diesem Fall – wagt kaum zu atmen und pirscht sich im Zeitlupentempo an das begehrte Motiv. Langsamer geht es kaum – nur nicht unbedacht jetzt die Flucht des schmucken Tierchens provozieren – dem 105er-Makro sei Dank.
Und dann durchleben wir Beide wohl richtig schöne Minuten.

Der Falter – ein Nierenfleck – wie die Recherche in den einschlägigen Bestimmungsbüchern ergibt – labt sich ausgiebig und ausdauernd an den Blüten der Goldrute, der Hobbyfotograf daneben lässt die Kamera heiß laufen.
Welch ein schöner Tag 🙂

20 Gedanken zu „Das Phantom des Gartens

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