Alpe-Adria 2022 (1)

Am Abend zuvor haben wir in der Mediathek noch einen schönen Mika-Kaurismäki-Film mit vielen skurrilen Typen in Nordfinnland gesehen, der so ein wenig die Sehnsucht nach dem Norden weckte.
Und nun, heute Morgen packen wir nach dem knappen Frühstück die letzten Dinge ein und wandern dann samt den Taschen zum Bahnhof, um auf Reisen in den Süden zu gehen.
S-Bahn bis Leipzig war geplant, aber ebenso planmäßig unpünktlich fährt der Regional-Express von Dresden nach Leipzig, so dass wir den noch erwischen und in wenigen Minuten auf dem Leipziger Hauptbahnhof eintreffen.
Zeit zum Umsteigen ist nun reichlich, bis der ICE Berlin – München einrollt.
Und auch hier, nachdem wir eine kleine Bekanntschaft mit einer Frau und ihren kleinen Kindern, die in meinem Schatten Schutz vor der Morgensonne suchen, geschlossen haben, gibt es einiges Durcheinander beim Finden der reservierten Plätze. Dann aber wird darauf hingewiesen dass es (planmäßig unplanmäßig wieder einmal) zu Unregelmäßigkeiten bei der Wagenreihung gekommen ist und die Platzreservierungen aufgehoben seien.
Der ICE ist voll, aber wir finden zwei Plätze und dann geht es ab nach München.
500 Kilometer in reichlich drei Stunden, es macht schon Spaß, mit ca. 250 km/h durch die Lande zu brausen und beim Beobachten der teilweise parallelen Autobahnen das Gefühl zu haben, die Autos stünden dort.
Vom ICE-Gleis bis zum Gleis, wo der Regionalzug nach Salzburg abfahren soll, ist es dann recht weit, das ist bei der Rückfahrt zum Glück nicht so. Heute ist reichlich Zeit, den Anschluss zu erreichen, auf der Rückreise bleiben uns nur maximal 29 Minuten zum Umsteigen.
Und das mit den Taschen…
Im Tuckertempo geht es nun weiter. Der Zug hält an jeder Milchkanne.
Doch pünktlich 15.45 sind wir schließlich in Salzburg.
Wir können uns gut orientieren, finden schnell den Bus (dank einiger Recherche im Vorfeld) zum Hotel, sehen bei der Fahrt das Chaos in den engen Stadtstraßen und werden im Hotel schon freundlich erwartet.
Wir beziehen das angenehme Zimmer im Gartenhaus, genießen noch den dort bereitstehenden Instant-Kaffee und brechen dann ohne große Warterei gleich in die Innenstadt auf, wollen rechtzeitig zur Blauen Stunde die Foto-Aussichtspunkte erreichen.
Salzburg quillt vor Menschen zu dieser Zeit über, zumindest in den Altstadtgassen ist es eng. Wie mag das erst zu Festspielzeiten hier sein?
Aber auf der anderen Flussseite im Garten des Schlosses Mirabell wird es etwas angenehmer und ruhiger.
Zum Abendessen nutzen wir dann die erstbeste Gelegenheit bei BackFrisch, haben Glück, die wollen gerade schließen.
Danach suchen und finden wir eher zufällig den Aufstieg über die Imbergstiege hinauf zur Bastei, was so ganz nebenbei einige schweißtreibende Treppen bedeutet.
Doch der Blick von hier oben über die Salzach zur gegenüberliegenden Altstadt mit Festung und Untersberg ist schon alle Mühen wert. Es dämmert, die Blaue Stunde kommt und geht, es wird dunkel und inmitten einiger Liebespärchen werden nun ausgiebig Fotos gemacht, der Knüller ist schließlich dann noch der aufgehende Mond im Süden, ehe wir wieder absteigen und uns in der Kneipenmeile noch ein Bierchen gönnen.
Für den Anfang unserer Reise ist das ja nun mal schon ein sehr schöner Start.
Wie wird es weiter gehen?
Morgen ist das Einführungsgespräch, wir sind gespannt und wollen parallel auch den Tag ausgiebig zum Sightseeing nutzen.

11 Kommentare zu „Alpe-Adria 2022 (1)

  1. Deine Fotos vom bezaubernden Salzburg gefallen mir sehr.

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  2. Meinst du den Film „Master Cheng in Pohjanjoki“? Der ist ja hinreissend gewesen, den habe ich mir auch angesehen! 🙂

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    1. Ja genau 🙂 Der ist wirklich sehenswert.

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  3. Willkommen in meiner Heimat Salzburg. Ich wünsche eine gute Zeit.

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    1. Danke 🙂 Ich habe hier das Datum vergessen, es ist leider fast einen Monat her, dass wir dort waren. Ist schon ein schönes Fleckchen Erde…

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        1. In den Altstadtgassen fragt man sich, wie haltet Ihr Salzburger uns Touristenmassen nur aus 😉 Aber es gibt auch sehr ruhige und schöne Ecken in und um die Stadt, die haben uns sehr gefallen.

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