Alpe-Adria 2022 (8)

14.09.2022 – Udine – Grado

Das Wetter ist trübe, kühl heute morgen, eigentlich etwas unpassend für den heutigen finalen Tour-Tag, denn das Ziel, das Meer und Grado zu erreichen, wäre im Sonnenschein schon etwas schöner.
Das Frühstück ist besser als gestern, die Taschen stehen schon unten, dann kann es los gehen.
Wir verlassen Udine auf ruhigen kleinen Straßen gen Süden, treffen nach Kurzem schon wieder unsere „Bekannten“, die Herren-Truppe aus Unna, die Frauen-Gruppe aus dem Raum Wittenberg, das niederländische Paar, dann in Palmanova den Rennradler und etliche Andere.
Heute ist die Etappe völlig flach, ein kräftiger Wind weht von Südwesten, nicht weit ist die Kante des Wolkengebietes zu sehen, dort hinten, Richtung Meer, scheint die Sonne.
Wenige Male müssen wir kurz auf stark befahrene Straßen, das istetwas unangenehm, aber nicht zu vermeiden.
Palmenova, die geplante Stadt mit ihrem großen Platz, wir schauen uns nur kurz um und fahren ohne große Pause weiter, dann ist wenig später schon Cervigniano erreicht. Es wird diesig-sonnig und heiß und als wir in Aquileia einrollen, ist wieder Sommer.
Aqulieia war zu Römerzeiten eine wichtige Siedlung, das beweisen die zahlreichen Ausgrabungen, die man hier besichtigen kann.
In einem Freisitz gibt es einen kleinen Imbiss, Panino mit Salami und Käse, die liebe Reisegefährtin nimmt einen Fruchtsalat, ehe wir uns in Aquileia mit seinen Römer-Ruinen und der Basilika noch umsehen.
Und dann, wenige Kilometer südwärts gegen den schwülheißen Wind, stehen wir mit vielen Anderen am Ufer der Lagune, sehen am Horizont die Häuser von Grado, machen, wie die vielen Anderen Selfies am Grado-Schild und rollen im Anschluss gemächlich die letzten Kilometer über den Damm bis zum Ziel aus.
Die Berge sind im Dunst nicht mehr zu sehen.
Grado – dass wars, Ende von Alpe-Adria, mit einem Schlag sind die Radler in alle Winde verstreut, Keiner ward mehr gesehen.
Unser kleines, ruhig gelegenes, familiäres Hotel ist rasch gefuden, eingecheckt ist auch schnell, die Räder können wir bis heute 21 Uhr noch nutzen.
Das Zimmer für die nächsten zwei Tage ist ok, geräumig, mit überdachtem Balkon, das kann angesichts der verheerenden Niederschläge, die Wetteronline prognostiziert, nur von Nutzen sein.
Also nutzen wir unbedingt noch die nächsten Stunden, ehe die Unwetter eintreffen, um per Rad den Ort zu erkunden, einzukaufen und noch einmal ans Meer zu kommen.
Im Supermarkt gibt es Obst, Getränke, Süßigkeiten, danach geht es ans Wasser.
Bei bemerkenswertem dramatischen Sonnen-Wolkenhimmel und schönen Wellen ist das Bad ein Erlebnis. Unser Abendessen am Strand wird von den gierigen Möwen belauert, man muss aufpassen, dass die den Bissen nicht noch aus dem Mund picken.
Anschließend schieben wir an der Uferpromenade entlang zurück und genießen das Wetter, die Blaue Stunde und die Tatsache, das Ziel unserer Alpentour erreicht zu haben, ehe wir uns von den treuen Drahteseln trennen und diese im Hotel abgeben.
Für morgen können wir aber kostenlose Leihräder vom Hotel bekommen.

Tagestour: 55,60 km

15 Kommentare zu „Alpe-Adria 2022 (8)

  1. Was für eine schöne, interessante und abwechslungsreiche Tour! Fast finde ich es ein bisschen schade, dass du mit deinen Berichten darüber schon fertig bist.
    Meine Eltern waren gerne und öfters in Grado, und haben mir von diesem Ort immer sehr lebhaft vorgeschwärmt.

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    1. Ja, leider war die Tour im Vergleich zu anderen Radtouren, die wir machten, mit 6 Tagen recht kurz. Aber bei dem Pensum an Bergen und der Überfülle an Eindrücken genügte das dieses Mal auch 😉
      Grado machte auf uns einen recht angenehmen, nicht überlaufenen Eindruck. Charakterlich hob es sich sehr wohltuend von den Retorten-Städten an anderen Küstenabschnitten ab. Aber einige Bilder habe ich noch auf Lager 🙂

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  2. Ward ich auch im archäologischen Museum in Aquileja?

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    1. Nein, dazu war dann die Zeit leider zu knapp. Wir haben die römischen Ausgrabungen ausgiebig angeschaut und waren noch an der Basilika.

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      1. Schade. Vielleicht habt ihr noch einmal Gelegenheit. Ein großartiges Museum🙂

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  3. Really enjoyed reading your reports and of course the images.
    I admire your stamina to do such trips but what a way to view the scenery!

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    1. Thank you Brian Biking expands the radius much more than hiking. You cross entire landscapes and are amazed at what you can do on your own.

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  4. Schade, dass Ihre schöne Radtour weniger sonnig enden musste. An der Adriaküste hätte man etwas ganz anderes erwartet.
    Nochmals vielen Dank für die schön geschriebenen Berichte und die schönen Bilder, die wir von Ihnen erhalten haben.

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    1. Hallo Rudi, gern geschehen, vielleicht bekommt ja auch mancher Leser mal Lust auf solch eine schöne Tour 🙂

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  5. Ab ins Wasser, Lutz😊 Nicht wundern, ist meine Fortsetzung von Reiner.Blog, jetzt fullcircle712.wordpress.com Gruß Reiner

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  6. Das war eine tolle Tour!
    Liebe Grüße Horst

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    1. Das war es und auch mit normaler Kondition gut machbar. 🙂

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  7. Sehr schön – ich dachte, Ihr fahrt weiter bis zur slowenischen Küste…

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    1. Wir hätten uns auch gewünscht, dass man die Route wenigstens bis Venedig fortgeführt hätte.
      Aber Grado war dann auch ein schönes Ziel 🙂

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