Werra-Weser 2021 (02)

Freitag, 18.06.2021

Ein weiterer Hitzetag ist angesagt.
Wir packen, knipsen noch einmal das Fachwerkhaus und den Biergarten, dann sitzen wir auf den Rädern und weiter geht es.
Zunächst durchs flache weite Tal bis Eschwege, dort auf dem Markt finden wir eine Bar (?) die auch ein gutes Frühstück anbietet. Erster Tageshöhepunkt, das Frühstück von Eschwege.
Dazu hatten wir Glück, denn die Tische unter den Sonnenschirmen sind im Handumdrehen belegt. Die Kulisse mit den Fachwerkhäusern steigert die gute Stimmung.
Gut gesättigt entscheiden wir uns danach, nicht dem selbstberechneten Track, sonden den Werratal-Radweg-Schildern kosequent zu folgen. Das sind zwar einige Kilometer mehr, erspart uns aber den übermäßigen Kontakt zum motorisierten Verkehr und entspannt demzufolge enorm.
Die Landschaft – wieder wunderschön, der Fluss, das Grün der bewaldeten Berghänge, das Gelb der Felder und das Rot und Blau des Mohns und der Kornblumen, die alten Fachwerkdörfchen und Städtchen. Darüber ein blauweißer Himmel, das nennt man Sommer.
Trinkpause kurz vor Bad Sooden-Allendorf, ja die Gegend ist mir noch lebhaft von unserer Deutschland-Tour 2014 bekannt, dazu ein herrlicher Blick übers Tal und ein launiger Schwatz mit einem (E-) Bike-Pärchen, wenig älter als wir, aus dem Raum Witzenhausen, dessen Mann stark an meiner Navi-Software interessiert ist.
Bad Sooden-Allendorf, schön herausgeputzt, eine sehenswerte Altstadt.
Bis Witzenhausen, 20 km weiter, zieht es sich nun etwas, die kleinen Hügelchen, das Auf und Ab und die Hitze – es wird anstrengender.
Burg-Hotel in Witzenhausen – die nächste Erinnerung – die Tour Paris – Zf, hier übernachteten wir 2012, für mich damals der Start auf die letzte Etappe bis nach Hause.
Auf dem Markt finden wir ein Restaurant, dort gibt es prima Spaghetti und – Hefeweiße + Radler (bleifrei)
Die letzten reichlich 20 km bis Hannoversch Münden durch diese Bilderbuchlandschaft, in der der ICE drüben auf den Waldhängen der anderen Talseite wie ein Modelleisenbahnzug aussieht, schließlich sind trotzdem anstrengend. Die Hitze nervt, die Hügel nerven auch, eine kleine Trinkpause muss kurz vor dem Ziel einfach noch sein.
Aber dann ist das Ziel, unser Hotel „Im Anker“ direkt an der Werra im Zentrum der Altstadt endlich am Nachmittag erreicht.
Die Räder können wir im recht kleinen Abstellraum sicher unterstellen, ein Vater mit Tochter die auch die Weser fahren wollen und von Kassel kommen, checken ebenfalls gerade ein. Und später am Abend kommen noch einige Radler hinzu, so dass es vermutlich im Fahrradraum sehr knapp zugeht.
Nun erst einmal Duschen und dann ab auf einen Altstadtrundgang, Abendbrot essen im Biergarten vom Küsterhaus, Bratwurst mit Pommes – ne, das kommt an das gute Essen vom letzten Abend nicht heran.
Zwischenzeitlich hatten sich die Quellwolken von Westen her verdichtet, das sah schon recht nach Gewitter aus, es tröpfelte sogar etwas, aber nun scheint wieder die Abendsonne, so dass wir zum Tagesabschluss am Weserstein den Zusammenfluss von Werra und der Fulda zur schon recht mächtigen Weser in den schönsten Farben erleben können.
Tja, schade Werra, tschüß, das wars – sehr gerne einmal wieder.

Etappe Niederdünzebach – Hann. Münden: 67,13 km

14 Kommentare zu „Werra-Weser 2021 (02)“

  1. Schöne Aufnahmen von der Tour und beim lesen hat man das Gefühl „mitzuradeln“ Verfolge mit Interesse die Tour. Mir gefällt die Karte mit der Tour sehr gut und es würde mich interessieren welches Programm/App Du benutzt/empfehlen kannst. Ich zeichne mit dem Navi auf, aber mit der visuellen Darstellung am PC bin ich nicht richtig zufrieden.

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    1. Danke Brigitte 🙂 Ich nehme die Tracks noch mit dem guten alten Garmin etrex 30x auf. Am PC verwende ich dann die Open-Source-Karten via brouter.web, dort kann man das hochladen und visualisieren – ausgeschnitten wird das Ganze dann nur mit dem SnippingTool.

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