An der Altmühl (1)

Sonntag, 26.06.2022

Der Schlaf in der Nacht vor dem Urlaub ist unruhig, es ist ja auch das erste Mal seit viiiiielen Jahren, dass wir quasi organisiert fahren. Aber 1994 zum Beispiel hatten wir auf der Afrika-Kilimanjaro-Tour sehr gute Erfahrungen mit den “Wikingern” gemacht. Warum also so aufgeregt…

5 Uhr treibt es mich schließlich hoch, schnell noch den Rest gepackt, etwas gefrühstückt, dann, 6.30 Uhr geht es an diesem sonnigen Morgen zu Fuß zum Bahnhof. Mit S-Bahn nach Leipzig, auf dem Hauptbahnhof genießt die liebe Reisegefährtin noch einen Coffee-To-Go, ich bin eigenartigerweise vor Spannung wie elektrisiert und werde erst ruhiger, als wir im Zug sitzen. Der Regionalzug nach Nürnberg ist zwar schon in Leipzig voll, aber wir sitzen (!) und das macht die 4-Stunden-Fahrt bis Fürth erträglich.

Ohne Verspätung schaffen wir den Umstieg in die S-Bahn nach Neustadt an der Aisch, die ist etwas leerer, dann erreichen wir dort auch pünktlich den noch kleineren Zug nach Steinach (bei Rothenburg), der im Bummeltempo durch die Lande rollert und noch leerer als die S-Bahn ist. Die kleine Regionalbahn von Steinach nach Rothenburg schließlich ist wieder voller, aber dafür fährt sie nur noch 15 Minuten. Kurz vor Rothenburg überqueren wir bei Burgbernheim die Straße, die Thomas und ich bei unserer Deutschlandreise 2014 nahmen.

Rothenburg, 14.51 Uhr, es ist sonnig, heiß…

Wir sind da, das Hotel “Goldenes Fass” ist nach wenigen hundert Metern rasch gefunden. Der Empfang ist ausgesprochen freundlich, das ist der nächste positive Eindruck heute, morgen früh 8 Uhr bekommen wir in der kleinen Werkstatt von “Donau-Reisen” etwas weiter oben unsere Leihräder, das Gepäck sollen wir nur immer gegen 9 Uhr an der Rezeption abstellen. Noch kurze Erläuterungen zu den Modalitäten, dann geht es ins Städtchen, wo die Touristen nur so wimmeln.

Wir genießen die Atmosphäre trotzdem in diesen kleinen Gässchen mit den wunderbaren alten Häusern, schön ist es hier, wenn Zeit wäre oder man sich aufraffen könnte, müsste man ganz spät oder ganz früh noch einmal hierher, wenn die Touris schon oder noch schlafen… Nun ja, so bleibt uns nichts Anderes übrig, als uns in die Karawane einzureihen und die „üblichen“ Fotos zu machen 😉

Nach einiger Suche bekommen wir im Biergarten des Gasthofs zur Schranne ein richtig gutes herzhaftes Abendbrot, sehen dort auch Donau-Reisen-Leute, darunter eine junge Familie mit zwei winzig kleinen Kindern, die ebenfalls an der Altmühl entlang fahren wollen. Wir werden also nicht die Einzigen sein, aber die liebe Reisegefährtin bleibt entspannt und meint, das würde sich verteilen.

Zum Absschluss gibt es noch ein Bierchen im Hotelgarten, dort sitzen auch etwas ältere Altmühlaspiranten, die bei Wikinger buchten. Bin gespannt, was morgen los ist – Zustände wie auf der A9???

13 Kommentare zu „An der Altmühl (1)

  1. Oh da war ich dieses Jahr zum Abschluss vom Tauberradweg auch. Das Städtchen ist wunderschön und ich habe abends auch die Nachtwächterführung mitgemacht
    LG Andrea

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    1. Ja, schade, dass wir von der langen Bahnfahrt zu geschafft waren. Ich wäre gern nochmal in der Blauen Stunde unterwegs gewesen

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  2. Deine Rothenburg-Fotos erinnern mich daran, dass dieses schöne Städtchen auch seit langem schon auf meiner Muss-Sehen-Liste steht. 😉
    Hab ein schönes Wochenende!

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    1. Du wirst dort sicher nicht ganz allein sein, aber lohnen tut es sich allemal. Es gibt viel zum Anschauen und Genießen 🙂

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  3. Well shared Kilimanjaro! With beautiful photos and description.👌

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    1. Thank you 🙂 I think this is a misunderstanding. The travel agency we went to Kilimanjaro with in 1994 organized this trip through old Germany for us.

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  4. Freue mich schon auf die Fortsetzung deines Reiseberichtes.
    Liebe Grüße,
    Roland

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    1. Hallo Roland,
      auch wenn Dir die Gegend sicher nicht ganz unbekannt ist, wirst Du hoffentlich Deine Freude daran haben 🙂
      Liebe Grüße,
      Lutz

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  5. Lieber Lutz,
    da hast du ja eine spezielle Bildauswahl zusammengestellt. Sowohl auf Trump wie auch auf die Postkartenansicht von Rothenburg hast du nicht verzichtet. Letztere ist aber auch zu verführerisch. Idyllischer geht´ s einfach nicht.
    Liebe Grüße Horst

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    1. Danke Dir. Dass Trump deutsche Vorfahren hat, wusste ich, aber Guhgel-Recherche ergab, dass diese nicht aus Rothenburg stammten. Ansonsten ist es extrem schwierig, im wunderschönen Städtchen einen Fleck zu finden, der noch nicht 1000fach fotografiert wurde 😉

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