Sommer 21 – Schmetterlinge

Schmetterlinge abbilden – dieses zitternde Leben, das Verletzliche, Zarte, Feine einzufangen – ist ehrlich gesagt, nicht einfach, wenn man noch keinen richtigen Plan hat.
Nun gut, man kann zum Beispiel geduldig warten und draufhalten und hoffen, dass eins der Fotos gelingt und ausreichend scharf ist. Aber dann stört das Chaos der Halme im Hintergrund, viel zu unruhig das Ganze, das langweilige Licht, welches das Motiv gar nicht so recht in Erscheinung setzt…
Ne, das isses nicht.
Und bei den Wolken wird das auch nichts mehr.
Aber dann kommt die Sonne heraus, noch einmal macht sich der uHu (dieses Mal mit dem Rad) auf den Weg zum distelbewachsenen Feldsaum.
Der nächste Versuch – das geduldige Warten bleibt nicht erspart, das Beobachten des durch die Luft gaukelnden Objekts der Begierde – hoffffffentlich setzt er sich auf diese Blüte oder an den langen Grashalm – nein? – nein – schaaaaade, Warten… Warten.
Da ist er wieder, endlich – er zeigt offenbar Erbarmen mit dem lauernden uHu, dem allmählich Knie und Kreuz weh tun.
Die Kamera hat zum Glück ein schwenkbares Display, das ermöglicht einen guten Sichtwinkel aus Bodennähe, ein „Hindernis“ vor dem Motiv, ein gewollter leichter Schleier, die Blüte oder der Halm, der (geduldige) Schmetterling, die Sonne, deren Licht die Flügel so wunderbar transparent machen…

Klick.

Schon besser…
Das wird dem Anspruch in etwa gerecht.

21 Kommentare zu „Sommer 21 – Schmetterlinge“

      1. Danke auch. Ja, leider werden es immer weniger Schmetterlinge. Wie anders war das in meiner Kindheit! Ach, war das damals schön mit all den vielen Schmetterlingen.
        Doch zu meiner Freude tanzte in meinem Garten ein Zitronenfalter von den Wicken über die Hecken usw. Und ein Kohlweißling zeigte sich. Am nächsten Tag waren es gleich 3 Zitronenfalter, und bei der Nachbarin sah ich ein Pfauenauge sitzen, das gerade seine Flügel in der Sonne ausbreitete. War das schön!

        Gefällt 1 Person

        1. Wenn man sich zu ein wenig mehr „Unordnung“ auf Wiesen und an den Feldrändern durchringen könnte, würden, so sieht man es manchmal, viele Arten zurück kommen. Aber da ist noch einiges Umdenken nötig – leider.

          Gefällt mir

        2. Ja, das stimmt. Oft wird es beachtet, oft wieder mißachtet. Kaum hat sich etwas Gutes durchgesetzt, kommt woanders wieder „das alte Prinzip“ hervor. Es scheint ein dauernder Kampf nötig zu sein, leider.

          Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.