Versemmelt

„Der Weltraum – unendliche Weiten…“ so beginnt der Einführungssatz in eine der wohl bekanntesten Science-Fiction-Serien.
Welch ein Sternenhimmel über den weiten Ebenen unter uns.
Unten leuchtet das Lichtermeer der Dörfer und Städte, oben leuchtet das Sternenmeer.
Ein ungemein grandioses und schönes Panorama bietet sich da dem entzückten Auge, man kommt aus dem Schwärmen und Schwelgen nicht mehr heraus und muss sich irgendwann zur Ruhe zwingen, die Foto-Technik entsprechend einzurichten, um das Gesehene auf die Speicherkarte zu bringen.
Alle Parameter sind eingestellt, Belichtungszeit, ISO-Zahl, der Fernauslöser funktioniert, das Objektiv wurde manuell scharf gestellt, der Steckfilter passt gut und sicher, der Kugelkopf auf dem Stativ sitzt waagerecht,eigentlich kann es nun losgehen mit der Panaoramabelichtung.
Der Steckfilter, ein Weichzeichner, Cokin P830, muss unbedingt sein, denn dieser liefert den angenehmen Effekt, dass helle Sterne größer erscheinen, somit Sternbilder gut erkennbar sind und zudem die Sterne in ihren natürlichen Farben, also blau, weiß, rot, gelb, auch auf dem Bild erscheinen.
Knips, Kamera ein wenig drehen, gut auf die Überlappung achten, knips… Die Panoramareihe ist nun durch, noch einmal auf dem Display geprüft, alles scheint ok.

Und dann, Tage später, am großen Monitor wird plötzlich das ganze Dilemma sichtbar.
Der Steckfilter saß zu tief und deckte das ganze Objektiv ab. Somit wirken nun auch die Lichter in den Ebenen ungefähr wie Schmierseife. Ist das ÄRGERLICH. Man kann sich auch nicht einfach einreden, mit etwas Betrachtungsabstand wirke das Ganze gar nicht soooo schlecht und habe trotz allem ein gewisses Etwas.
Ne, das tröstet nicht, die Chance da oben wurde versemmelt, zum Glück betrifft das nur diese Panoramareihe, die anderen Einzelbilder und das Milchstraßen-Panorama sind besser gelungen.
Aber – schon allein wegen dieses Panoramas ist eine erneute Sternenfoto-Aktion unbedingt erforderlich und ausdrücklich erwünscht.
Ganz davon abgesehen, dass die letzten Blicke vor dem Schlafen aus dem warmen Schlafsack heraus auf die unendlichen Glitzerweiten über uns unvergesslich und unbedingt wiederholungspflichtig sind.
Hoffen wir also auf die nächste Tour zu den Vulkankegeln des Böhmischen Mittelgebirges und ins Riesengebirge und einen wolkenlosen Himmel.

4 Kommentare zu „Versemmelt

  1. dumm gelaufen und schreit nach Wiederholung !

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    1. Genau 🙂 Einen triftigen Grund muss ich ja haben, um wieder da hoch zu „müssen“ 😉

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  2. Lieber Lutz,
    Du beschreibst die Realität. Man muss an so viele Dinge denken, wenn man etwas besonders gut machen möchte und dann gibt es halt auch Pannen. Das kenne ich nur zu gut.
    Viele Grüße Horst

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    1. 🙂 Kommt halt mal vor. Ist nur blöd, wenn man die 200 km zurück gefahren ist und das erst dann merkt 😉

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