Dolmen (2)

Making-of
Als wir mit den Familien im Restaurant am Hafen essen, wird es rasch dunkel. Die Rucksäcke mit der Fotoausrüstung haben wir bereits mit, so dass wir im Anschluss keine Zeit verlieren und von dort sofort mit den Fahrrädern aufbrechen können.
Nach zehn Minuten ist am südöstlichen Ortsrand das Ziel erreicht.
Noch ist es nicht ganz dunkel, der zunehmende Mond steht noch tief im Südwesten und erhellt die eigenartige Szenerie.
Und passend dazu entsteht das erste Bild.
Mann in Betrachtung des Mondes – frei nach C.D.Friedrich.
Das Licht, welches die Kamera sammelt, ist dafür einfach fantastisch.

Als der Mond hinter dem Horizont verschwunden ist, wird der Blick auf den Sternenhimmel klarer und nun kann man in der Dunkelheit auch mit bloßem Auge an diesem wunderbaren Ort die Milchstraße erkennen.
Ganz ungestört verläuft die nächste Stunde jedoch nicht, von der Straße her erhellen immer wieder die Autoscheinwerfer die Szenerie, meist ungewollt, Mist, auch dieses Bild, die letzten 20 Sekunden sind wieder für den Papierkorb. Und als dann noch jemand mit flackernder Stirnlampe samt Hund über den Acker stiefelt, entfährt Freund U. ein etwas unwirsch laut geäußertes „Licht aus!!!“, dem sofort Folge geleistet wird.
Wie sich herausstellt, handelt es sich um eine nette Fotografin aus dem Rheinland, die just dieselbe Bildidee umsetzen möchte. Ehemann und Hund werden zurückgeschickt und nun kann es wieder ans Werk gehen.
Saturn und Jupiter über Dolmen, auch ganz nett…
Wenn man im Dunklen steht, bemerkt man kaum, dass es immer noch dunkler werden kann, aber auf den Aufnahmen wird es deutlich, wie sich immer besser die Milchstraße heraus kristallisiert.
Und dann ist es endlich im Kasten – das Bild – die Idee, ist damit wohl am anschaulichsten umgesetzt.

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