Sturmnacht

Etwas unruhig schweift der Blick nach draußen, zum Wäldchen direkt hinter dem Haus. Es ist fast dunkel, die Sturmböen kündigen sich mit einem tieferfrequenten Brausen in den kahlen Baumkronen an, dann beginnen die Stämme zu schwanken. Und die Böen werden häufiger, stärker.
Wie war das vor wenigen Jahren beim Januarsturm? Den stärksten Eindruck damals machte ein fast viertelstündiges ununterbrochenes stetig zunehmendes Dröhnen, bei dem man den maßlosen Druck auf den vibrierenden Hausmauern fühlen konnte.
Wie wird es heute Nacht?
Im Wäldchen herrscht bei jedem neuen Ansturm Chaos, das blaue Abendlicht und das von den Nachtwolken reflektierte unwirklich gelbe Licht der nahen großen Stadt lassen Schlimmes befürchten, wer um Himmels Willen führt da jetzt noch seinen Hund aus?!

Vorweggenommen, der Sturm ist vorbei – wir haben wieder einmal Glück gehabt. Nichts passiert…
Und wie stellt man dieses unheimliche, bedrohliche Erlebnis nun bildlich dar?

Wie seht Ihr das?

23 Gedanken zu „Sturmnacht

      1. Ich gehe ja mit meiner Freundin regelmäßig im Wald um Ohr Dorf spazieren und wundere mich immer wieder, warum mitten im Wald ausgerechnet der eine Baum entwurzelt oder ein anderer abgeknickt ist. Stellenweise sieht es wirklich schlimm aus…

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    1. An sich natürliche Farben wirken bei dieser bedrohlichen Lage unheimlich – eigenartig.
      Die Linie entstand durch eine LED am Hundehalsband. Aber keine Sorge, der Hund wurde nicht nach oben gesogen, die Linie stammt aus der Kamerabewegung 🙂

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  1. Gespenstisch sieht es aus: Vor allem das kalte blaue Licht. Aber da die Gefahr vorbei ist, dürfen es ja wieder klare Konturen sein, leuchtende Farben. Mit dem Ungewissen zu leben, ist nicht einfach. Man sucht nach Klarheit.

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